KW 20: Erneuerbaren-Anteil steigt auf 66,7 Prozent

Zwei Drittel des in KW 20 in Deutschland produzierten Stroms entfallen auf erneuerbare Energien. Die Auswertung der Smard-Daten der Bundesnetzagentur durch ContextCrew Neue Energie zeigt einen Anteil von 66,7 Prozent an der realisierten inländischen Stromerzeugung (Vorwoche: 56,4 Prozent). Sowohl die Windenergie als auch die Photovoltaik legten deutlich zu.

Dieser Tage liegen die Solarstromerzeugung und die Windenergie an Land im Wochen-Ranking auf einem Niveau. Die Windenergie an Land zieht in der Berichtswoche nach einem Plus von 27,6 Prozent mit 1,84 TWh wieder an der Photovoltaik vorbei, die auf einen Wochenertrag von 1,72 TWh (+18,0 Prozent) kommt. Die Windenergie auf dem Meer trägt 376,4 GWh zur Stromerzeugung bei und erreicht auf Wochensicht ein Plus von 47,5 Prozent. Damit entfallen 17,0 Prozent des Windstroms in KW 20 auf das Offshore-Segment (Vorwoche: 15,1 Prozent).

Die Stromerzeugung aus Biomasse steigert die Wochenproduktion um 0,8 Prozent auf 764,1 GWh (Vorwoche: 757,7 GWh). Die Wasserkraft erreicht mit 342,3 GWh (Vorwoche: 351,4 GWh) nach dem Jahresrekord der Vorwoche das zweithöchste Ergebnis im Jahr 2023 (-2,6 Prozent).

Die fossile Stromerzeugung war in KW 21 deutlich rückläufig. Die Kohleverstromung lag auf dem niedrigsten Niveau des bisherigen Jahresverlaufs. Die Braunkohlekraftwerke produzierten 1.006,9 GWh Strom – ein Minus von 31,7 Prozent im Vergleich zur Vorwoche (1,47 TWh). Die Produktion der Steinkohlekraftwerke verringerte sich in der Berichtswoche sogar um 46,1 Prozent auf 310,5 GWh (Vorwoche: 576,3 GWh). Aus Erdgas wurden 756,2 GWh Strom hergestellt, das Minus zur Vorwoche (836,7 GWh) beträgt 9,6 Prozent.

Der Stromverbrauch (Netzlast) sank um 7,3 Prozent auf 8,30 TWh (Vorwoche 8,95 TWh), die Nettoimporte sanken auf 452 GWh (Vorwoche: 929 GWh).

Die Trends der Vorwochen: