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Methanisierungsanlage in Falkenhagen eingeweiht

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Im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes Store&Go ist eine neue Methanisierungsanlage als Erweiterung der bereits bestehenden Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen feierlich eröffnet worden. Die innovative, großtechnische Anlage wurde gemeinsam von thyssenkrupp Industrial Solutions, der Forschungsstelle des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) realisiert und soll nach Angaben der Partner im Rahmen des Projekts 24 Monate betrieben und untersucht werden.

Die Power-to-Gas-Pilotanlage „WindGas Falkenhagen“, die von dem Energieunternehmen Uniper betrieben wird, wurde 2013 errichtet. Im Juli 2017 wurde der Grundstein für die Methanisierungsanlage und weitere dafür notwendige Komponenten direkt neben dem bestehenden Standort gelegt. Nun konnte das Projekt planmäßig fertig gestellt werden. Nachdem mit der bisherigen Anlage reiner Wasserstoff (sogenanntes „WindGas“) direkt ins Erdgasnetz eingespeist werden konnte, ermöglicht die neue Methanisierung die Erzeugung von „grünem“ Methan. Dabei wird der regenerativ erzeugte Wasserstoff in diesem zweiten Schritt mit Kohlendioxid aus einer Bio-Ethanol-Anlage zu Methan bzw. synthetischem Erdgas umgewandelt.

Anlage erzeugt 57 m³ SNG je Stunde

Die Methanisierungsanlage produziert bei Normaldruck und -temperatur bis zu 57 m³/h Synthetic Natural Gas (SNG), was in etwa einer Leistung von 600 kWh/h entspricht. Zum Vergleich: Mit dieser Energiemenge könnte man eine 50-m²-Wohnung etwa einen Monat lang beheizen. Zudem wird die beim Prozess entstehende Wärme nach Angaben der Projektpartner von dem benachbarten Furnierwerk genutzt.

Grünes Methan vielfältiger als grüner Wasserstoff

Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Energiewende, denn grünes Methan kann im Gegensatz zu grünem Wasserstoff vielfältiger eingesetzt werden: Es kann verschiedenen Marktsektoren, wie dem Strom- und Wärmemarkt, der Industrie sowie der Mobilität zur Verfügung gestellt werden. Außerdem ermöglicht es die unbeschränkte Nutzung der Erdgasinfrastruktur beispielsweise für Transport und Speicherung. Die so gespeicherte Energie steht immer zur Absicherung bereit, insbesondere wenn Sonne und Wind nicht im erforderlichen Umfang verfügbar sind.

Projekt Store & Go

Im Projekt Store&Go arbeiten insgesamt 27 Partner aus sechs Ländern zusammen, um die Möglichkeiten der Integration von Power-to-Gas-Anwendungen in das europäische Energienetz zu untersuchen und die Methanisierung von Wasserstoff voranzutreiben.

Lesen Sie dazu auch:

https://www.contextcrew.de/dvgw-koordiniert-eu-projekt-zur-rolle-des-gasnetzes-als-speicher-51319/

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