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Nachfolgegesellschaft von Caterva meldet Insolvenz an

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Die Alelion Energy Systems GmbH, eine Tochtergesellschaft der schwedischen Alelion Energy Systems AB und Anbieter des Heimspeichers „Caterva Sonne“, hat beim Amtsgericht München Insolvenz angemeldet. Der schwedische Speicher-Spezialist hatte Caterva nach der Insolvenz im Frühjahr 2018 übernommen und die deutsche Tochterfirma gegründet. Den deutschen Privatkunden wurde von Alelion eine Fortführung der Verträge zugesichert, wofür diese auf Forderungen gegenüber Caterva verzichten mussten.

Nun ist der Frust auf Seiten der deutschen Kunden sowie der Vertriebspartner der Alelion Energy Systems GmbH groß, zumal unklar ist, inwieweit die Heimspeicher noch zu gebrauchen sein werden. Derzeit wird eine Sammelklage vorbereitet, da die deutschen Kunden vermuten, dass Alelion nur an den Patenten und Rechten von Caterva interessiert war.

Caterva meldete nach Rückzug von Siemens Insolvenz an

Der Heimspeicher von Caterva wurde ursprünglich von der Firma Siemens entwickelt, die zu dem Zeitpunkt zu 49 Prozent an Caterva beteiligt war. Die Besonderheit des Angebots von Caterva war die Vernetzung der Speicher. Das bedeutet die Be- und Entladung der Speicher wurde zentral von Caterva in Pullach gesteuert, die so zu einem virtuellen Großspeicher zusammengeschlossen wurden. Privatkunden und Betrieben, die für das System mehrere 10.000 € zahlten, wurde für einen Zeitraum von 20 Jahren eine Gemeinschaftsprämie sowie 10.000 kWh Freistrom pro Jahr versprochen.

Als sich Siemens aus Caterva zurückzog, musste Caterva Insolvenz anmelden. Zu diesem Zeitpunkt stellte sich einem Kunden zufolge heraus, dass die Stromspeicher ohne Vernetzung nicht voll funktionsfähig sind, was bei Vertragabschluss so nicht vermittelt worden sei. Im März 2018 wurde jedoch mit Alelion ein neuer Investor gefunden, der die Patente und Rechte von Caterva für 1,4 Mio. € kaufte und die Altverträge und damit die Steuerung der Speicher übernahm (Ausgabe 17/2018).

Alelion konzentriert alle Entwicklungsaktivitäten auf Schweden

Aus einer Pressemitteilung von Alelion, die das Unternehmen bereits Ende April ausschließlich auf Schwedisch veröffentlicht hat, geht hervor, dass die Insolvenz nur den auf den Privatmarkt gerichteten Teil des deutschen Geschäfts betrifft. Die auf industrielle Anwendungen des Energiemanagements ausgerichtete Tätigkeit wird von der neuen Produktionsstätte in Göteborg aus fortgesetzt, wo Alelion alle Entwicklungsaktivitäten konzentriert. „Der private Markt war für uns nie ein vorrangiger Markt, und da das Geschäft auch Verluste verursacht, haben wir beschlossen, es mit sofortiger Wirkung zu schließen“, sagte Daniel Troedsson, CEO von Alelion Energy Systems.

Alelion hat seit der Akquisition von Caterva das intelligente Softwaresystem „Alelion Intelligent Energy Systems“ (AIES) entwickelt, um die Nutzung von Energiespeichern auf Basis von Lithium-Ionen-Batterien zu optimieren. Systeme für eine effizientere Nutzung der verfügbaren Energie wurden für einen Übergang zu einem nachhaltigeren Energiemanagement zentralisiert, nicht zuletzt angesichts des zunehmenden Anteils erneuerbarer Energiequellen, die eine volatilere Energieerzeugung ermöglichen.

Alelion für EU-Darlehen qualifiziert

Für die Weiterentwicklung von AIES hat sich Alelion kürzlich für ein Gesamtdarlehen in Höhe von 1,8 Mio. € qualifiziert. Das Darlehen wird von KIC InnoEnergy SE mit Unterstützung des Europäischen Technologieinstituts (EIT) bereitgestellt. Ein entscheidendes Argument für die Qualifikation von Alelion war dem Unternehmen zufolge die Bedeutung von AIES für die Schaffung eines nachhaltigeren europäischen Energiesystems mit geringeren Kohlendioxidemissionen.

Wenn AIES an Energiespeicher angeschlossen ist, wie beispielsweise Batterien in Elektrofahrzeugen, kann die automatische Steuerung die Batterien zu Zeiten aufladen, in denen die Nachfrage und der Energiepreis niedriger sind. Eine solche Verlagerung senkt nicht nur die Kosten der Kunden, sondern trägt auch zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen bei. AIES kann auch Stromverkäufe aus bereits geladenen Lithium-Ionen-Batterien steuern. Dies sichert den Eigentümern von Energiespeichern Einnahmen und trägt gleichzeitig zur Reduzierung von Nachfragespitzen bei (sogenanntes Peak Shaving).

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