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Nächste Batteriegeneration: Daimler beteiligt sich an Sila Nano

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Die Daimler AG hat eine Minderheitsbeteiligung an dem US-amerikanischen Batteriematerialspezialisten Sila Nanotechnologies (Sila Nano) erworben. Sila Nano gelte als ein „führender Entwickler von neuen Batteriematerialien, die heutige Lithium-Ionen-Technologien übertreffen“, heißt es seitens des Automobilkonzerns. Sila nutze das Potenzial von Silizium, um skalierbare Batterien mit hoher Energiedichte zu realisieren. Mit der Beteiligung erhält Daimler einen Sitz im Board of Directors von Sila Nano. Die Investition ist Teil der jüngsten Finanzierungsrunde, die von Daimler angeführt wurde.

„Die Lithium-Ionen-Technologie ist derzeit die effizienteste, verfügbare Batterietechnologie und bietet noch viel Potenzial für die Zukunft. Die Fortschritte, die Sila Nano in Bezug auf die Batterieleistung erzielt hat, sind vielversprechend“, sagte Daimler-Manager Sajjad Khan. Während die Fortschritte traditioneller Li-Ion-Batteriechemie „allmählich stagnieren“, habe das interdisziplinäre Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren von Sila Nano die Entwicklung der nächsten Generation Batteriechemie vorangetrieben und dabei unter Nutzung des leistungsstarken Materials Silizium ein „sicheres, robustes und großserienreifes Produkt“ entwickelt.

Sila Nano: Silizium-Verbundstoffe ersetzen Graphitelektroden

Die „bahnbrechende Chemie“ stelle heute eine Verbesserung von bis zu 20 Prozent dar und berge noch weiteres Potenzial im Vergleich zu herkömmlichen Li-Ionen. Sila Nano mit Sitz im kalifornischen Alameda ersetzt herkömmliche Graphitelektroden vollständig durch seine patentierten, Silizium dominierenden Verbundstoffe. Diese böten eine hohe Energiedichte sowie Zyklenfestigkeit und ermöglichten somit die Entwicklung leistungsfähigerer, langstreckentauglicher und langlebiger Energiequellen für Elektrofahrzeuge, heißt es. Die Materialien ließen sich leicht in bestehende Li-Ion-Produktionsstätten integrieren und ermöglichten einen effizienten Einsatz im Großserienmaßstab.

Daimler geht davon aus, dass Elektromodelle bis 2025 bereits 15 bis 25 Prozent des Gesamtumsatzes von Mercedes-Benz Cars ausmachen werden – „abhängig von den Rahmenbedingungen wie der Entwicklung der Infrastruktur, den individuellen Kundenpräferenzen und der Weiterentwicklung der jeweiligen marktspezifischen Rechtslage“. Mercedes-Benz Cars investiert rund 10 Mrd. € in die Erweiterung seines Produktportfolios der Marke EQ. Darüber hinaus investiert Daimler mehr als eine Mrd. € in einen globalen Batterie-Produktionsverbund innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars. Das Unternehmen kauft die Zellen auf dem Weltmarkt zu und beauftragt die Lieferanten nach speziellen Vorgaben zu fertigen.

Zweifel an EU-Batteriestrategie: „Schwierigkeiten, einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen“

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