Naturstrom: PPAs für 220 MW Post-EEG-Windenergieleistung

Windrad-Natur-Simmersfeld
Symbolbild (Quelle: ContextCrew)

Die Naturstrom AG hat für 2022 zahlreiche Direktlieferverträge (PPA) mit Betreibern ausgeförderter Windenergieanlagen abgeschlossen. Das gab das Unternehmen bekannt. Die Windräder produzieren somit auch nach Auslaufen ihrer zwanzigjährigen EEG-Einspeisevergütung weiterhin emissionsfreien Strom.

In über 200 Verträgen mit kleinen, unabhängigen Anlagenbetreibern wie Landwirten und Bürgerenergie-Gesellschaften bündelt Naturstrom insgesamt 324 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 200 MW. Strom aus weiteren elf Windparks mit ausgeförderten Anlagen von insgesamt 21 MW bezieht Naturstrom zudem über einen Rahmenvertrag mit dem Direktvermarkter Quadra Energy. Die prognostizierte Jahreseinspeisung für die gesamten rund 220 Megawatt liege bei rund 300 GWh, berichtet Naturstrom.

„Es ist wichtig, dass ausgeförderte, aber noch voll funktionstüchtige Windräder weiterhin klimafreundlichen Strom erzeugen, bis bessere Rahmenbedingungen für das Repowering geschaffen werden“, sagt Naturstrom-Vorstand Oliver Hummel mit Blick auf die dringend nötige Beschleunigung des Erneuerbaren-Zubaus. „Jede Kilowattstunde Ökostrom zählt. Deshalb leisten wir unseren Beitrag dazu, dass die jährlich zunehmende Zahl förderfreier Anlagen zu einem möglichst großen Anteil am Netz bleibt.“

 

Im Ergebnis erhielten Naturstrom-Kunden 2022 einen Ökostrommix, der neben Solar- und Wasserkraftstrom auch einen hohen Windstromanteil enthalten werde. „Wir wissen, dass sich unsere Kundinnen und Kunden einen breiten Erneuerbaren-Mix für ihren Strom wünschen“, sagt Hummel. „Daher liefern wir ihnen Ökostrom, der so vielfältig ist wie die Energiewende. Der Windenergie komme dabei eine wichtige Bedeutung zu.“

Naturstrom kooperiert seit Beginn der Post-EEG-Phase mit Anlagenbetreibern

Bereits 2021 hatte der Öko-Energieversorger Strom aus insgesamt 250 Post-EEG-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 180 MW an seine Kunden geliefert. Dies war zum Jahreswechsel von 2020 auf 2021 erstmals möglich geworden, da 20 Jahre nach Inkrafttreten des EEG 2000 die ersten Anlagen überhaupt aus der gesetzlichen Einspeisevergütung fielen.

Kontext zum Thema:

Im Blickpunkt: Post-EEG-Vermarktung von Strom aus Windenergieanlagen