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Netzentgelte ziehen laut VEA-Preisvergleich erneut kräftig an

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Über steigende Netzentgelte berichtet der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA). Nachdem im vergangenen Jahr die Netzentgelte erstmals seit 9 Jahren gesunken waren, zieht die Gebühr der Netzbetreiber erneut kräftig an.

Wie aus dem aktuellen Preisvergleich des VEA hervorgeht, stiegen die Preise im Vorjahresvergleich in der Mittelspannung um 9,2 Prozent bzw. 0,36 Ct/kWh. Auch in der Niederspannung stiegen die Entgelte um durchschnittlich 0,64 Ct/kWh bzw. 9,7 Prozent.

Weiterhin weist der Preisvergleich einen massiven Unterschied von bis zu 400 Prozent zwischen einzelnen Netzbetreibern auf. „Die signifikanten regionalen Unterschiede in Deutschland sind auffallend: Insgesamt ist das Preisniveau im Westen bzw. Südwesten deutlich günstiger als im Rest der Republik, insbesondere in den neuen Bundesländern“, so VEA-Hauptgeschäftsführer Volker Stuke.

Dies gelte sowohl für mittelspannungsseitig versorgte Kunden als auch für Kunden in der Niederspannung. Bei den 10 teuersten Netzbetreibern müssen mittelständische Sondervertragskunden durchschnittlich 7,20 Ct/kWh bzw. 13,77 Ct/kWh im Niederspannungsbereich für die Netznutzung zahlen, während dieselbe Leistung bei den 10 günstigsten Netzversorgern im Schnitt lediglich 2,30 Ct/kWh bzw. 4,17 Ct/kWh kostet.

Zu den günstigsten Netzbetreibern im Mittelspannungsbereich zählen dem Preisvergleich zufolge die Stadtwerke Schwarzenbach a. d. Saale, die Stadtwerke Landsberg und die Stadtwerke Hilden. Die Liste mit den teuersten Versorgungsunternehmen führen das Elektrizitätswerk Hindelang, das Gemeindewerk Lichtenau und Bauer – Elektrounternehmen mit Sitz in Buchbach an. Laut Stuke seien die Versorger zwar dazu verpflichtet, ihre Preise im Internet öffentlich auszuschreiben.

VEA-Vergleich umfasst 813 Netzbetreiber

Der Netznutzungsentgeltvergleich des Verbandes umfasst 813 Netzbetreiber. Untersucht werden ausschließlich Sondervertragskunden, die über eine kontinuierliche Leistungsmessung verfügen. Der Vergleich umfasst neben 15 Abnahmefällen mit mittelspannungsseitiger Versorgung und Messung drei weitere Abnahmefälle mit niederspannungsseitiger Versorgung und Messung.

Mitnetz Strom und E-Bridge Consulting legen ein Konzept für dynamische Netzentgelte vor

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