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Next Kraftwerke bietet Software für eigenes Virtuelles Kraftwerk an

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Die Next Kraftwerke GmbH stellt auf der E-world 2018 in Essen mit „Nemocs“ eine Dienstleistung vor, mit der Kunden ihr eigenes Virtuelles Kraftwerk betreiben können. Wie das Kölner Unternehmen mitteilte, können Energieversorger oder Netzbetreiber mit Hilfe der Software dezentrale Einheiten des Energiemarkts – etwa Produzenten, Verbraucher und Speicher – zusammenschalten und so deren Energiemengen und Flexibilitäten aggregieren. Die einzelnen Anlagen lassen sich anschließend über eine Fernwirktechnik im Schwarm steuern.

In die Entwicklung von Nemocs sind alle Ideen und Features eingeflossen, die Next Kraftwerke in den vergangenen Jahren in der praktischen Anwendung mit seinen IT-Experten und Stromhändlern entwickelt hat. Das Unternehmen betreibt seit 2009 das Virtuelle Kraftwerk Next Pool. Mittlerweile sind darin Next Kraftwerke zufolge über 5.000 Stromerzeuger unterschiedlichster Energieträger sowie industrielle Stromverbraucher mit einer Erzeugungsleistung von über 4.000 MW vernetzt.

Großes Interesse aus dem Ausland

„Uns erreichen viele Anfragen aus Europa, Fernost und Nordamerika, ob wir beim Management von Flexibilitäten, von Strommengen erneuerbarer Energieerzeuger oder bei Erzeugungsprognosen helfen können“, sagte Jochen Schwill, Co-Gründer und Co-Geschäftsführer von Next Kraftwerke. „Wir freuen uns, mit Nemocs diese Anfragen nun bedienen zu können.“

Die neue Software-as-a-Service-Lösung ermöglicht es den Anwendern beispielsweise Regelenergie für Übertragungsnetzbetreiber bereitzustellen und Netzfrequenzschwankungen innerhalb von Sekunden auszugleichen. Für flexible Anlagen ist Nemocs den Angaben zufolge zudem in der Lage, strompreisoptimierte Einsatzfahrpläne für die Stromvermarktung an den Strombörsen zu generieren.

Das Leitsystem liest Ist-Leistung, Speicherstände und Bereitschaft der Anlagen live aus und speichert diese. Preissignale der Strombörsen sowie Steuerungsbefehle der Übertragungsnetzbetreiber verarbeitet die Plattform sekundenschnell und wandelt sie in Steuerungsbefehle für die vernetzten, dezentralen Einheiten um. So lassen sich die Anlagen bedarfsorientiert entlang der Strompreisentwicklung an der Börse einsetzen und dadurch Erlöse maximieren. Ob Regelenergie oder bedarfsorientierte Einspeisung, die Lösung berücksichtigt jederzeit die bestehenden individuellen Anlagenrestriktionen.

Auf Wunsch bietet Next Kraftwerke zusätzliche Leistungen

Die Software wird für jeden Kunden nach umfassender Beratung individuell eingerichtet. Dazu gehört eine Analyse der Anforderungen auf Kundenseite, der gewünschten Einsatzzwecke sowie der zu vernetzenden Einheiten. Auf Wunsch übernimmt Next Kraftwerke auch zusätzlich die Bereitstellung und Anbindung der benötigten Fernwirkeinheiten. Die Ingenieure von Next Kraftwerke stehen dem Kunden optional auch beim Betrieb und Monitoring der Nemocs-Lösung zur Seite.

Direktvermarktung: Next Kraftwerke baut Position als eines der größten virtuellen Kraftwerke Europas aus

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