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Nordex spürt „Belebung“ – doch die Aktie stürzt ab

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Die Nordex Group hat nach Abschluss des dritten Quartals ihre Prognose für 2018 heruntergeschraubt. Demnach erwartet der Windkraftanlagenhersteller einen Konzernumsatz von 2,4 bis 2,6 Mrd. € sowie eine Ebitda-Marge von 4,0 bis 5,0 Prozent. Obwohl Nordex selber von einer „Belebung des Geschäfts“ spricht und die Zahlen im Grunde den Erwartungen von Analysten entsprechen, kamen sie am Aktienmarkt nicht besonders gut an. Die Aktie geriet unter großen Druck. Zuletzt lag das Papier des TecDax-Unternehmens mit knapp 17 Prozent im Minus.

Der Konzernumsatz sank zum 30. September 2018 auf 1,77 Mrd. € nach 2,34 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich auf 71,4 Mio. € (-60,7 Prozent; Q3/2017: 181,9 Mio. €); damit sank auch die Ebitda-Marge von 7,8 Prozent im Vorjahr auf nun 4,0 Prozent. Der Konzern rückt aus der Gewinnzone des Vorjahreszeitraums in Höhe von 27,9 Mio. € und verbuchte unter dem Strich einen Nettoverlust von 51,8 Mio. €.

Während sich der Umsatz im Bereich Service um 13,6 Prozent auf 258,4 Mio. € erhöhte, verringerten sich die Umsatzerlöse im Segment Projekte erwartungsgemäß um 27,6 Prozent auf 1,52 Mrd. € (Q3/2017: 2,10 Mrd. €).

Nordex erzielte im dritten Quartal 2018 einen Auftragseingang im Segment Projekte von 974 MW und damit deutlich mehr als im Vorjahresquartal mit 209,7 MW. Die Summe der Neuaufträge der Nordex Group stieg in den ersten drei Quartalen auf 3,1 GW (Q3/2017: 1,1 GW).

Wir haben einen gesunden, diversifizierten Mix hinsichtlich unseres Neugeschäfts erzielt. Auf diese Weise können wir weiterhin vorübergehende Schwächephasen in einzelnen Märkten kompensieren.(José Luis Blanco, CEO Nordex SE)

Von diesem Auftragseingang entfielen 38 Prozent auf Lateinamerika, 32 Prozent auf Europa, 17 Prozent auf Nordamerika und 13 Prozent auf den Rest der Welt. Mit Aufträgen aus 17 verschiedenen Ländern sind die Auftragseingänge dem Konzern zufolge regional gut ausbalanciert. Als stärkste Einzelmärkte zeigten sich Brasilien, Mexiko, Argentinien, die USA, Südafrika und in Europa Frankreich, die Türkei und Schweden. Der Großteil des Auftragseingangs entfiel dabei mit über 70 Prozent auf Anlagen der AW-Plattform.

Per Ende September 2018 installierte die Nordex Group 564 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.719 MW (Q3/2017: 1.997 MW) in 17 Ländern. Dabei entfiel knapp die Hälfte des Installationsvolumens auf Europa.

Nordex hat in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt 561 Turbinen mit einer Leistung von 1.735,7 MW hergestellt (Q3/2017: 2.451,6 MW). Im Bereich Rotorblatt hat das Unternehmen darüber hinaus 648 Rotorblätter in den ersten neun Monaten produziert, von denen 156 aus Deutschland und 492 aus Spanien stammten.

Erste Auftragseingänge der Delta4000

Im August 2018 hat die Nordex Group elf Monate nach Vorstellung der neuen Delta4000-Produktserie im September 2017 die ersten Anlagen erfolgreich errichtet. Die beiden Turbinen befinden sich im Windpark Wennerstorf II, rund 30 Kilometer südlich von Hamburg. Im Oktober verbuchte Nordex die ersten Auftragseingänge aus Finnland. Insgesamt wurden 43 Turbinen der N149/4.0-4.5 mit einer Leistung von knapp 190 MW bestellt.

Die Resonanz der Kunden ist den Unternehmensangaben zufolge positiv und die Delta4000-Serie befindet sich bereits weltweit in einer Reihe von Genehmigungsverfahren. Vor diesem Hintergrund sei Nordex zuversichtlich, in der nächsten Zeit weitere Auftragseingänge für seine jüngste Produktgeneration vermelden zu können.

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