Für das Offshore-Windprojekt Nordseecluster ist das erste Fundament wurde installiert worden. Das berichtet RWE. Das rund 50 Kilometer nördlich der Insel Juist gelegene Projekt ist das derzeit größte Offshore-Windprojekt vor der deutschen Küste.
Das Offshore-Installationsschiff „Boreas“ der Firma Van Oord hat die Monopiles vom Schwerlastterminal im niederländischen Eemshaven zur Baustelle auf See gebracht. Vier Monopiles können in einer Ladung transportiert werden. Die Fundamente sind durchschnittlich etwa 85 Meter lang und wiegen rund 1.500 Tonnen. Anstatt Monopile-Fundamente mit einem separaten Übergangsstück zu verwenden, werden verlängerte Einzelmonopiles installiert. Diese werden auf See mit sekundären Stahlkonstruktionen versehen. Durch dieses Design werde die Gesamtmenge des benötigten Stahls „erheblich reduziert“, heißt es bei RWE.
Nordseecluster wird in zwei Phasen errichtet
Das Nordseecluster wird in zwei Phasen realisiert. Die Errichtung des ersten Monopiles markiert den Start der Fundamentinstallation für das Nordseecluster A. Die Installation der 44 Windturbinen ist für 2026 geplant, und der kommerzielle Betrieb soll Anfang 2027 beginnen. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird Nordseecluster A über eine Gesamtleistung von 660 Megawatt (MW) verfügen. Die zweite Ausbaustufe, Nordseecluster B, wird ab Anfang 2029 mit ihren weiteren 60 Windturbinen zusätzliche 900 MW beisteuern.
Beim Nordseecluster handelt sich um ein gemeinsames Offshore-Windprojekt von RWE (51 Prozent) und Norges Bank Investment Management (49 Prozent). RWE verantwortet den Bau und den Betrieb während des gesamten Lebenszyklus der Offshore-Windparks.
Neben dem Nordseecluster setzt RWE derzeit drei große Offshore-Windprojekte um: Sofia in Großbritannien (1,4 GW), Thor gemeinsam mit Norges Bank Investment Management in Dänemark (1,1 GW) und OranjeWind gemeinsam mit TotalEnergies in den Niederlanden (795 MW).