Offshore-Ausschreibung: RWE mit Null-Cent-Gebot erfolgreich

Symbolbild Offshore (Bildquelle: Photocreo Bednarek / stock.adobe.com)

Die RWE Renewables Offshore HoldCo Four GmbH hat den Zuschlag für die in der deutschen Nordsee gelegene Fläche mit der Bezeichnung N-7.2 mit einem Ausschreibungsvolumen von insgesamt 980 MW erhalten. Der Zuschlagswert ist Null Cent/Kilowattstunde, wie die Bundesnetzagentur bekannt gab. „Das Null-Cent-Gebot bestätigt weiterhin die Attraktivität von Investitionen in Offshore Windenergie in Deutschland“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Es zeige, dass Unternehmen davon ausgingen, Windstrom gewinnbringend vermarkten zu können.

Die Fläche N-7.2 liegt in der deutschen AWZ der Nordsee in der im Offshore-Netzentwicklungsplan definierten Zone 2 und bildet zusammen mit dem nördlich angrenzenden Vorhaben „He Dreiht“ das im FEP 2020 festgelegte Gebiet N-7. Für die Fläche N-7.2 besteht ein Eintrittsrecht des Projektentwicklers, der dort ursprünglich einmal einen Offshore-Windpark geplant hatte. Dieser hat das Recht in den Zuschlag einzutreten. Inhaberin des Eintrittsrechts ist die Firma Vattenfall Atlantis 1 und Global Tech 2 Offshore Wind GmbH. Das Eintrittsrecht ist bis zum 31. Oktober 2022 auszuüben.

Ausschreibung im „zentralen Modell“

Mit dem Zuschlag einher geht der Anspruch auf einen – vom Stromverbraucher über die Netzentgelte finanzierten – Netzanschluss und die Möglichkeit, den Offshore-Windpark über 25 Jahre zu betreiben. Dazu erhält der Inhaber des Zuschlags das Recht, beim zuständigen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Planfeststellung für die Bebauung der Fläche mit einem Offshore-Windpark zu beantragen. Der Offshore-Windpark soll im Jahr 2027 in Betrieb gehen.

Zuvor hatte das BSH die Fläche im Auftrag der Bundesnetzagentur umfassend voruntersucht und die Eignung der Fläche für die Errichtung eines Offshore-Windpark in der ausgeschriebenen Leistung festgestellt. Das BSH untersuchte unter anderem die Meeresumwelt, den Baugrund und die wind- und ozeanographischen Verhältnisse für die Fläche. Die Kosten der Voruntersuchungen werden auf den bezuschlagten Bieter umgelegt.

Weitere Informationen zur Ausschreibung für Offshore-Windenergieanlagen sind veröffentlicht auf der Internetseite der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de/ausschreibungoffshore2022.

Kontext zum Offshore-Ausbau:

Offshore-Windausbau: Studie hält mehr als 70 GW im Jahr 2045 für realisierbar