Ørsted hat mit Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) über dessen fünften Flagship Fund (CI V) eine Vereinbarung über die Veräußerung seines gesamten europäischen Onshore-Geschäfts unterzeichnet. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich nach Angaben des dänischen Energiekonzerns auf 1,44 Mrd. Euro (10,7 Mrd. DKK) und wird vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen sein.
Das europäische Onshore-Geschäft von Ørsted ist in Irland, Großbritannien, Deutschland und Spanien vertreten und umfasst Onshore-Wind-, Solarenergie- und Batteriespeicherprojekte. Es verfügt über eine Betriebsleistung von 578 MW, weitere 248 MW im Bau und eine Entwicklungspipeline. Unabhängig von seinem europäischen Onshore-Geschäft besitzt und betreibt Ørsted weiterhin sein Onshore-Geschäft in den USA, das seit Oktober 2025 als eigenständiges Unternehmen geführt wird.
Ørsted legt Fokus künftig auf europäischen Offshore-Windmarkt
Zusammen mit der Veräußerung von 50 Prozent des Offshore-Windparks Hornsea 3 und der Vereinbarung zur Veräußerung von 55 Prozent des Offshore-Windparks Changhua 2 habe Ørsted nun die drei Eckpfeiler-Transaktionen unterzeichnet, die bereits angekündigt wurden, heißt es. Damit habe Ørsted sein Veräußerungsprogramm wie geplant abgeschlossen und seine finanzielle Basis erheblich gestärkt. Mit der Veräußerung seines europäischen Onshore-Geschäfts hat Ørsted nach eigenen Angaben im Zeitraum 2025-2026 Transaktionen mit einem Gesamterlös von ca. 6,17 Mrd. Euro (46 Mrd. DKK) unterzeichnet und damit das Unternehmensziel von mehr als 4,69 Mrd. Euro (35 Mrd. DKK) an Erlösen in diesem Zeitraum erreicht.
Neben der Stärkung der Bilanz von Ørsted und dem Abschluss seines Veräußerungsprogramms trage die Transaktion auch dazu bei, die strategische Priorisierung von Ørsted auf Offshore-Wind in seinen europäischen Kernmärkten umzusetzen, wo in den kommenden Jahren „mit einer erheblichen Ausschreibungskapazität“ zu rechnen sei.
„Das europäische Onshore-Geschäft von Ørsted hat eine solide Pipeline und ein solides Projektportfolio aufgebaut, und ich bin sehr zufrieden, dass wir mit CIP einen neuen Eigentümer für dieses Geschäft gefunden haben, da wir entschieden haben, uns auf Offshore-Wind in unseren europäischen Kernmärkten zu konzentrieren“, erläutert Trond Westlie, Chief Financial Officer von Ørsted. „Mit der Veräußerung unserer europäischen Onshore-Plattform schließen wir das Veräußerungsprogramm ab, das wir aufgelegt haben, und haben nun die Finanzlage von Ørsted erheblich gestärkt.“
Die starke Präsenz in Deutschland habe es Ørsted ermöglicht, bis heute rund 800 MW Wind- und Solarenergiekapazität zu entwickeln, sagt Stefan Bachmaier, Geschäftsführer Onshore Deutschland bei Ørsted. Viele weitere Projekte seien im Bau und in Planung. „Wir freuen uns darauf, diese zukünftig in einer neuen europäischen Partnerschaft zu realisieren, die erneuerbaren Energien so weiter voranzubringen, unsere Energieunabhängigkeit zu stärken und mehr lokale Wertschöpfung vor Ort zu schaffen.“
Onshore-Aktivitäten: Neuer Name und neue Marke geplant – Mitarbeiter bleiben
Mit CIP als neuem Eigentümer freue man sich darauf, das Wachstum der Entwicklungspipeline zu beschleunigen und damit unsere Rolle auf den europäischen Märkten für Onshore-Wind, Solarenergie und Speicher zu stärken, ergänzt Kieran White, Senior Vice President Europa Onshore bei Ørsted. „In den kommenden Monaten werden wir einen neuen Firmennamen und eine neue Marke bekannt geben. Was sich nicht ändern wird, sind unsere Mitarbeitenden, Vermögenswerte, Projekte oder unsere Ambition, erneuerbare Energien in ganz Europa in großem Umfang bereitzustellen.“
Für CIP steht die weitere Stärkung der Präsenz in Europa im Fokus. „Das kombinierte Portfolio aus Onshore-Wind, Solarenergie und BESS ergänzt unser bestehendes Projektportfolio und verschafft uns die Größe, um den Einsatz erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen und die Energieunabhängigkeit Europas zu stärken, während wir unseren Investoren gleichzeitig starke, risikobereinigte Renditen bieten“, sagt Mads Skovgaard-Andersen, CIO und Partner bei Copenhagen Infrastructure Partners.