Bildnachweis: PNE

Die PNE AG hat im Jahr 2023 eine Gesamtleistung von 267,8 Mio. € (Vorjahr: 243,3 Mio. €) erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich auf 39,9 Mio. € (Vorjahr: 35,4 Mio. €), das Betriebsergebnis (EBIT) gibt das Unternehmen mit 5,7 Mio. € (Vorjahr: 6,2 Mio. €) an. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,13 € (Vorjahr: 0,20 €). Die PNE AG liege damit im oberen Bereich der Spanne der Guidance für das Konzern-Ebitda in Höhe von 30 bis 40 Mio. €, berichtet der Projektierer mit Sitz in Cuxhaven.

Ziel der Unternehmensstrategie der PNE AG ist unter anderem der Ausbau des Eigenbetriebsportfolios an Windparks und Photovoltaik-Anlagen. Nach der Fertigstellung und Übernahme weiterer Windparks hat sich die Nennleistung der im Eigenbetrieb befindlichen Windparks im Jahr 2023 von 318,9 MW auf 369,8 MW erhöht. Weitere Windparks (insgesamt rund 281,3 MW) sind in Deutschland und Frankeich im Bau und könnten in den Eigenbetrieb übernommen werden. Das Ziel der Unternehmensstrategie „Scale up“, 500 MW bis Ende 2023 in Betrieb oder im Bau zu haben, habe PNE damit deutlich überschritten. Man sei „sehr optimistisch“, den weiteren Ausbau auf 1.500 MW/MWp im Bau oder Betrieb bis Ende 2027 zu erreichen.

Mit dem Aufbau des Windparkportfolios im Eigenbetrieb habe die PNE-Gruppe „stille Reserven“ geschaffen, die nicht sofort erkennbar sind. Aufgrund der Investitionen in eigene Projekte sind auf Konzernebene bis Ende 2023 insgesamt 208,4 Mio. €, davon 31,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: 42,5 Mio. €), an Gewinnen vor Steuern eliminiert worden.

Projektpipeline wächst von 11,9 GW auf 19,1 GW

Ihre Projektpipeline, also den Bestand von Projekten in der Entwicklung, hat die PNE-Gruppe weiter ausgebaut. Die Pipeline stieg demnach auf eine Nennleistung von insgesamt 19.101 MW/MWp (Vorjahr 11.883 MW/MWp). Es entfielen dabei auf Windenergieprojekte an Land 9.177 MW (Vorjahr: 7.587 MW), auf PV-Projekte 7.424 MWp (Vorjahr: 4.296 MWp) und auf Windenergieprojekte auf See 2.500 MW. „Insbesondere in Zeiten knapper Flächen für den Ausbau von Wind- und Photovoltaikprojekten ist dies die Basis für die weitere Entwicklung der PNE-Gruppe“, heißt es.

In Italien und vor allem in Rumänien konnte die PNE-Gruppe 2023 operative Erfolge auf internationalen Märkten erzielen. So verkaufte die PNE-Gruppe in Italien Ende des Jahres ein Paket mit insgesamt 12 PV-Projekten und einer Gesamtleistung von 114 MWp an einen Infrastrukturfonds. Mitte des Jahres veräußerte die PNE-Gruppe in Rumänien ein Paket mit fünf Projekten an einen französischen Energiekonzern. Die PV-Anlagen haben zusammen eine Leistung von 208 MWp. Hinzu kam Ende 2023 der Verkauf eines PV-Projekts mit einer Leistung von 61,5 MWp an ein lokales Unternehmen im Süden Rumäniens.

Die PNE-Gruppe hat den Angaben zufolge 2023 auch das Geschäft bei Dienstleistungen rund um Windenergieanlagen weiter ausgeweitet. Mit Verträgen für das Betriebsmanagement von Windparks sei die PNE-Gruppe auch in diesem Bereich „international gut positioniert“. Insgesamt stieg die Nennleistung der betreuten Windparks auf mehr als 2.900 MW und damit über 1.000 Anlagen.

PPAs über 337 MW im Jahr 2023 neu abgeschlossen

Ebenfalls zum Segment „Services“ gehört die Vermittlung von kurz- wie langfristigen Stromverträgen (PPA). Hier hat die PNE-Gruppe allein im Jahr 2023 für 39 Wind- und PV-Projektgesellschaften mit einer Gesamtleistung von über 337 Megawatt PPAs abgeschlossen.

Auch der Start in das Geschäftsjahr 2024 ist nach Unternehmensangaben geglückt. So haben in Deutschland die Windparks „Stuvenborn“, „Zinndorf“ und „Odensachsen“ mit einer Gesamtleistung von 26,4 MW einen Zuschlag in der Februar-Ausschreibung der Bundesnetzagentur erhalten. Darüber hinaus ist der Windpark „Lütau“ mit einer Leistung von 28,5 MW nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigt worden.

In den kommenden Jahren will die PNE-Gruppe ihr Eigenbetriebsportfolio an Windparks und PV-Anlagen kontinuierlich erweitern und zunehmend zu einem unabhängigen Stromerzeuger (IPP) werden. Dies erfolgt auf Basis des langjährigen Kerngeschäfts, der Projektentwicklung. Zugleich will PNE die Erweiterung von Services, Technologien und Märkten vorantreiben. Das Gesamtgeschäft profitiere von den Synergien, die sich aus den drei Segmenten Projektentwicklung, Stromerzeugung und Services ergeben.

PNE rechnet mit Ebitda zwischen 40 und 50 Mio. € im Jahr 2024

Im Geschäftsjahr 2024 werde PNE wie in den Vorjahren weitere Vorleistungen im unteren einstelligen Millionenbereich für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells erbringen. „Wir rechnen für unsere Guidance des Geschäftsjahres 2024 mit einem Ebitda im Konzern in Höhe von 40 bis 50 Mio. €“, sagt PNE-Chef Markus Lesser, der seinen Posten als Vorsitzender des Vorstands Ende Juli 2024 aus persönlichen Gründen niederlegt.

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