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Power-to-Gas: Steag will gemeinsam mit Partnern im „HydroHub-Fenne“ grünen Wasserstoff erzeugen

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Der Kraftwerksstandort des Energieversorgers Steag im saarländischen Völklingen-Fenne soll um den „HydroHub-Fenne“ erweitert werden. Wie das Unternehmen bekannt gab, soll an dem Energieknotenpunkt künftig Wasserstoff im industriellen Maßstab produziert werden.

Mit der Projektskizze für den „HydroHub-Fenne“ beteiligen sich Steag, Siemens, das Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) an dem Ideenwettbewerb „Reallabor der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). Die Bundesregierung will mit dem Wettbewerb den Ausbau von Wasserstoff-Technologien und die Etablierung von Sektorkopplung beschleunigen und zur Marktreife bringen.

„Grüne“ Wasserstofferzeugung als Schritt zu besserer Klimabilanz in der Stahlindustrie

Eine Schlüsselrolle komme der strombasierten Wasserstoffproduktion (Elektrolyse) auf Basis von erneuerbaren Energien zu, heißt es bei der Steag. Dabei wird Strom aus Wind und Sonne genutzt, um Wasser im Elektrolyseverfahren in Sauerstoff und „grünen“ Wasserstoff aufzuspalten. „Für energieintensive Branchen wie die Stahlindustrie und die chemische Industrie kann der Einsatz von Wasserstoff ein entscheidender Schritt in Richtung einer besseren Umweltverträglichkeit und hin zur Klimaneutralität sein“, betont der Energiekonzern.

Die vier Projektpartner wollen mit dem „HydroHub-Fenne“ einen Prototyp schaffen, der bundesweit auch an anderen Standorten realisiert werden kann. Neben der Verringerung von CO2-Emissionen sollen so auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Mit einer Entscheidung, ob die Initiative im Rahmen der zweiten Phase des Wettbewerbs einen konkreten Antrag zur Förderung einreichen kann, werde Ende Juni gerechnet. Die Projektpartner veranschlagen ein Investitionsvolumen im „mittleren zweistelligen Millionenbereich“, wie es heißt.

„Optimale Voraussetzungen“ am Energieknotenpunkt Fenne

Der Energieknotenpunkt Fenne biete optimale Voraussetzungen, in einem Reallabor Erfahrungen für den Betrieb und die kommerzielle Nutzung des Elektrolyseverfahrens zu sammeln. An dem Standort bestehe nicht nur die nötige Strom-, Gas-, Wärme- und Speicherinfrastruktur, es seien auch qualifizierte Mitarbeiter verfügbar, die die Energiewende mit ihrem Know-how bereits aktiv gestalten. Hinzu komme die räumliche Nähe zur saarländischen Stahlindustrie als möglicher Abnehmer für Wasserstoff. Darüber hinaus soll eine Verbindung zum Verkehrssektor für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge geschaffen werden.

Nach Einschätzung von Steag betreten die vier Partner in Völklingen-Fenne Neuland, da das Zusammenspiel von verschiedenen Komponenten und Anlagen dort erstmals im industriellen Maßstab erprobt werde. Ein neuer Elektrolyseur, ein großer Wasserstoffspeicher und eine neue Hochtemperaturwärmepumpe treffen an dem Energieknotenpunkt unter anderem auf ein bestehendes Großbatteriesystem, auf ein Grubengasmotorenheizkraftwerk und auf einen Elektrodenkessel. Entsprechend sind sämtliche Anschlüsse zu Strom-, Wärme- und Gasnetzen vorhanden und nutzbar. Darüber hinaus prüfe Steag den Bau eines Gas- und-Dampfkraftwerks am Standort Fenne, in dem Wasserstoff im großen Stil in einer Gasturbine rückverstromt werden könnte.

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