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Power-to-Heat: Vattenfall trifft Entscheidung für 120-MW-Anlage in Spandau

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Der Energiekonzern Vattenfall investiert im Berliner Bezirk Spandau in den kommenden zwei Jahren knapp 100 Mio. € in eine Power-to-Heat-Anlage. Insgesamt sollen drei hochflexible und effiziente Heißwassererzeuger mit einer Gesamtkapazität von 120 MWth errichtet werden.

Die Power-to-Heat-Anlagen nutzen Elektrizität zur direkten Erhitzung von Wasser für das Fernwärmenetz. Wie Vattenfall berichtet, gehören zum Projektumfang auch Investitionen in hydraulische und elektrische Infrastruktur sowie in gasgefeuerte Heißwassererzeuger, die Verbrauchsspitzen im Fernwärme-System abdecken und damit zur Versorgungssicherheit beitragen sollen.

Vattenfall will in Berlin bis 2030 komplett aus der Kohlenutzung aussteigen

Die Power-to-Heat-Anlage, deren Bau Vattenfall bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte (EUWID 40/2016), wird nach Vattenfall-Angaben die größte in Deutschland sein. Nach der Inbetriebnahme sämtlicher Heißwassererzeuger des Projektes könne Block C des Steinkohle-Heizkraftwerks Reuter wie geplant nach der Heizperiode 2019/2020 vom Netz gehen. Vattenfall will bis zum Jahr 2030 vollständig aus der Kohlenutzung in der deutschen Hauptstadt auszusteigen.

Nachdem im Februar der Bau des neuen Heizkraftwerks in Berlin-Marzahn endgültig beschlossen wurde, handele es sich um die zweite große Investitionsentscheidung für die Berliner Fernwärme. Die Power-to-Heat-Anlage in Spandau werde nicht nur den Einsatz des Steinkohle-Heizkraftwerkes Reuter West optimieren, sondern in der Zukunft auch die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen zur Erzeugung von klimaschonender Fernwärme möglich machen, betonte Gunther Müller, Vorstandschef der Vattenfall Wärme Berlin.

Investitionsvorhaben wird unter dem Dach von WindNODE realisiert

Das Investitionsvorhaben ist ein Projekt unter dem Dach von WindNODE, der nordostdeutschen Modellregion für intelligente Energie. Im Rahmen des Programms ‚Schaufenster intelligente Energie‘ (Sinteg) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie insgesamt fünf Modellregionen in Deutschland, in denen Lösungen für eine intelligente Energieversorgung der Zukunft mit wachsenden Anteilen erneuerbarer Energien entwickelt werden. Die Freigabe der Investition wurde laut Vattenfall mit der Auflage erteilt, dass die Änderungsgenehmigung nach Paragraph 16 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes Rechtskraft erlangt.

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