Die Kupferhütte Aurubis hat an ihrem Hauptsitz in Hamburg eine neuartige Anlage zur Umwandlung überschüssigen Stroms aus erneuerbaren Energien in Wasserdampf in Betrieb genommen. Der Dampf könne in der Produktion eingesetzt werden, zum Beispiel um Kupferkonzentrate zu trocknen, teilte Aurubis am Donnerstag mit. Dadurch müsse weniger Dampf durch fossile Brennstoffe erzeugt werden. Denn die Anlage ersetzt eine bisherige Anlage zur Dampferzeugung, die mit Erdgas betrieben wurde.
Mit einer Leistung von zehn Megawatt sei die Power-to-Steam-Anlage die größte, die in der deutschen Nicht-Eisen-Industrie eingesetzt werde, sagte Aurubis-Chef Roland Harings. Sollte sie zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden, so ließen sich jährlich 4.000 Tonnen CO2 einsparen. „Mit diesem Projekt werden wir erneuerbare Energie verstärkt nutzen, CO2-Emissionen weiter reduzieren und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität leisten“, sagte Harings.
BMWi fördert Projekt mit zehn Prozent
Die neue Anlage ist Teil des Großprojekts Norddeutsche Energiewende NEW 4.0, das zum Ziel hat, bis 2035 Hamburg und Schleswig-Holstein vollständig mit regenerativ erzeugtem Strom zu versorgen. Deshalb gab es zehn Prozent Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). „Mit NEW 4.0 werden vielversprechende Ansätze wie dieser gefördert“, sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). Die Energiewende könne nur gelingen, wenn alle Sektoren mitzögen, auch die Industrie. (dpa/EUWID)