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Projekt Wisegrid: Energiespeicher von Varta sollen Inselnetz von Kythnos stabilisieren

Netzfrequenz und -spannung schwanken stärker als auf dem Festland

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Energiespeicher von Varta sollen das Inselnetz der kleinen Kykladeninsel Kythnos stabilisieren. Wie der Batteriehersteller mitteilt, wurden dort kürzlich im Rahmen des europäischen Projektes Wisegrid fünf pulse neo der jüngsten Speichergeneration von Varta in öffentlichen Gebäuden installiert.

Das Rathaus von Kythnos, das Gemeindezentrum, ein Ärztezentrum und die Hafenbüros in zwei Yachthäfen wurden ausgerüstet – das sei gleichzeitig die erste Installation von Varta Energiespeichern in Griechenland überhaupt.

Die lokalen Projektpartner hätten sich anfänglich angesichts vorhandener Sicherheitsbedenken etwas zurückhaltend gezeigt, denn nicht überall in der EU seien Lithium-Ionen-Batterien schon so verbreitet und populär wie in Deutschland oder Italien. Auch schwankten die Netzfrequenz und -spannung auf der Insel in einem deutlich größeren Fenster als auf dem Festland. So reiche auf Kythnos der zu erwartende Frequenzbereich von 42,5 bis 57,5 Hertz. Eine Aufgabe der Speicher sei es, diese Schwankungen zu reduzieren.

Im ersten Schritt musste Varta Storage die fünf Speicher für die speziellen Anforderungen auf der kleinen Insel konfigurieren, damit sie dort überhaupt eingesetzt werden können.

Zusätzliche Kommunikationssoftware

Sie erhielten eine zusätzliche Kommunikationssoftware, die die Kommunikation zu einem zentralen Steuerungssystem (StaaS-VPP) herstellt, das ebenfalls im Rahmen des Projektes von Varta Storage und weiteren Projektpartnern implementiert wurde. „Gemeinsam haben wir eine Konfiguration gefunden, mit der die Speicher stabil funktionieren. Man könnte diese als ‚Inselnetz-Konfiguration mit erweiterter Frequenztoleranz‘ bezeichnen“, so Bengt Stahlschmidt, General Manager Energy Storage Systems bei Varta Storage.

Das Projekt Wisegrid zielt nach Angaben von Varta darauf, neue Mehrwertdienste und verbraucherorientierte Dienste für intelligente Netze in Europa zu entwickeln, den Gesamtanteil erneuerbarer Energien am europäischen Strom-Mix zu erhöhen und den Einsatz von Elektromobilität in Europa zu beschleunigen. Das soll mit vier Pilotprojekten in Spanien, Italien, Belgien und Griechenland demonstriert werden. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der Europäischen Union.

Software ist größte Herausforderung

Für das Erreichen dieser Ziele seien der Einsatz von Energiespeichern, ein höherer Anteil grüner Energiequellen und das Bereitstellen einer Lade-Infrastruktur notwendig. „Eine der größten Herausforderungen beim Zusammenschluss von dezentralen Erzeugern und Speichern zu einem virtuellen Kraftwerk ist vor allem die Software. Diese muss durch intelligente Prognose- und Steueralgorithmen einen optimalen Betrieb der dezentral verteilten Energiespeicher gewährleisten“, betont Stahlschmidt. Um die entwickelten Werkzeuge auch unter realitätsnahen Bedingungen prüfen zu können, werden die Energiespeicher in verschiedenen Gebieten, wie beispielsweise auf Kythnos, eingesetzt und im Rahmen des VPP betrieben.

Eine vergleichbare Installation wie auf Kythnos hat Varta auch in Belgien im Rahmen von Wisegrid vorgenommen, um das dortige Stromverteilnetz zu stabilisieren. Das Projekt sei bereits 2016 gestartet und gelte als europäische Leitinitiative im Bereich Smart Grids, erneuerbare Energien und Elektromobilität.

Dekarbonisierung europäischer Inseln mit smarten Speichern und Netzen

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