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Recycling von Lithium-Batterien: Neues Forschungszentrum in den USA gegründet

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Die US-Regierung will das Recycling von alten Lithium-Batterien vorantreiben. Laut einer Ankündigung des Energieministeriums sollen mehr als 20 Mio. US-Dollar in die Einrichtung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums sowie für einen Wettbewerb investiert werden. Ziel sei es, kritische Materialien, wie beispielsweise Kobalt und Lithium, verstärkt aus Lithium-Batterien zurückzugewinnen, die zur Energiespeicherung, im Verkehrssektor sowie in der Verteidigung und Unterhaltungselektronik zum Einsatz kommen.

Es sollen Technologien entwickelt werden, mit denen künftig mindestens 90 Prozent aller Batterien auf Lithiumbasis in den USA am Ende ihrer Nutzungsphase gewinnbringend genutzt werden können, erklärte das Ministerium. Bisher würden weniger als fünf Prozent dieser Batterien gesammelt und recycelt.

Energieminister sieht Energiesicherheit gefährdet

„Amerikas Abhängigkeit von ausländischen Quellen für kritische Materialien untergräbt unsere Energiesicherheit und nationale Sicherheit“, erklärte US-Energieminister Rick Perry Mitte Januar in Washington. Mit Hilfe des Privatsektors, der Universitäten sowie nationaler Forschungseinrichtungen sollen daher innovative Recyclingtechnologien für den Batteriebereich entwickelt werden. Perry erhofft sich davon positive Effekte auf das Wirtschaftswachstum, die Energiesicherheit und die Umwelt.

Mit 15 Mio. Dollar sollen drei Viertel der Gesamtfördersumme in die Errichtung eines Forschungszentrums investiert werden. Unter Führung des Argonne National Laboratory sollen sich die Anstrengungen auf kostengünstige Recyclingprozesse zur Rückgewinnung von Materialien aus Lithium-Batterien konzentrieren.

Privatunternehmen sollen an Wettbewerb teilnehmen

Darüber hinaus will die US-Regierung Anreize für größere Anstrengungen von Privatunternehmen setzen. Im Rahmen des „Battery Recycling Prize“ sollen in drei Runden insgesamt 5,5 Mio. Dollar an Preisgeldern für innovative Lösungen in den Bereichen Sammlung, Lagerung und Transport ausgeschüttet werden. Das Energieministerium erhofft sich davon auch eine schnellere Entwicklung von Lösungen – vom Konzept über den Prototyp bis hin zu Demonstrationsanlagen.

Lesen Sie dazu auch:

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