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„Rückenwind – im wahrsten Sinne des Wortes“: MVV startet gut in Geschäftsjahr

Segment „Neue Energien“ ergebnisstärkster Bereich bei MVV AG

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Der Energieversorger MVV hat mit der Übernahme des Windparkprojektierers juwi stark auf die erneuerbaren Energien gesetzt und profitiert davon zunehmend. Wie das Unternehmen berichtet, ist das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2017/2018 (30. September) von 115 Mio. € auf 133 Mio. € gestiegen. Auch der Umsatz legte um vier Prozent auf mehr als 1,1 Mrd. € zu. Der bereinigte Periodenüberschuss nach Fremdanteilen erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 8 auf 69 Mio. €.

„Rückenwind – im wahrsten Sinne des Wortes“, so beschreibt die MVV den Einfluss der Windenergie zwischen Oktober und Dezember 2017. Insbesondere die hohe Stromeinspeisung aus den eigenen Windkraftanlagen aufgrund des starken Windaufkommens und eine erfolgreiche Projektentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien hätten zu dem positiven Ergebnis geführt. Zudem profitierte das Unternehmen im ersten Quartal des Geschäftsjahrs von positiven Einmaleffekten. Für das gesamte Geschäftsjahr 2018 bestätigte das Unternehmen den Ausblick. Danach erwartet MVV sowohl beim Umsatz wie beim operativen Ergebnis einen leichten Anstieg. Im Vorjahr hatte das Unternehmen ein Adjusted EBIT von 224 Mio. € erreicht. Der Umsatz lag im letzten Geschäftsjahr bei insgesamt 4,0 Mrd. €.

Neue Berichtsstruktur betont Bedeutung von Erneuerbaren

Um der „Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse und Versorgungssicherheit sowie der wachsenden Bedeutung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz“ im eigenen Geschäft angemessen Rechnung zu tragen, hat MVV mit Beginn des laufenden Geschäftsjahres 2018 die Berichtsstruktur angepasst. Danach steuert das Unternehmen weiterhin in fünf Berichtssegmenten, denen die unterschiedlichen Geschäftsfelder zugeordnet sind.

So werden künftig in dem neuen Berichtssegment „Kundenlösungen“ das Commodity-Geschäft und die Vertriebspositionen der MVV abgebildet. Es umfasst damit sowohl das Privat- und Gewerbekundengeschäft von Strom, Wärme, Gas und Wasser als auch das Lösungsgeschäft für Geschäftskunden sowie das Dienstleistungs- und Handelsgeschäft der Tochtergesellschaft MVV Trading. Im 1. Quartal 2018 konnte MVV den Umsatz in diesem Segment im Vergleich zum Vorjahr von 781 auf 811 Mio. € und das Adjusted EBIT von 30 auf 33 Mio. € steigern.

Sales Manager und Asset Manager: Im Stellenmarkt von EUWID Neue Energie finden sich aktuell sechs Jobangebote des Mannheimer Unternehmens (Stand: 15. Februar 2018).

„Neue Energien“ mit Windkraft, Bioenergie und Waste-to-Energy

Dem neuen Berichtssegment „Neue Energien“ sind das gesamte Geschäft im Bereich der erneuerbaren Energien, also die Windkraft- und Biomasse- und Biomethananlagen sowie die Projektentwicklungs- und Betriebsführungsaktivitäten, und die Abfallverwertungsanlagen zugeordnet. Der Segmentumsatz stieg in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres von 212 auf 221 Mio. €. Die „Neuen Energien“ sind bereits heute das ergebnisstärkste Segment der Mannheimer Unternehmensgruppe: Im 1. Quartal belief es sich auf 46 Mio. €, gegenüber 37 Mio. € im gleichen Vorjahreszeitraum.

Neu zugeschnitten wurde auch das Berichtssegment „Versorgungssicherheit“, das neben der konventionellen Energieerzeugung das Netzgeschäft abbildet. Es umfasst damit die Kraft-Wärme-Kopplung, die Netzanlagen sowie weitere Anlagen zur sicheren Versorgung mit Strom, Wärme, Gas und Wasser. Hier stieg der Umsatz im 1. Quartal von 59 auf 61 Mio. €, das operative Ergebnis von 33 auf 41 Mio. €. Nahezu unverändert blieben die beiden Berichtssegmente „Strategische Beteiligungen“ und „Sonstiges“, die sich auch beim Blick auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant zeigen.

MVV setzt weiter auf Energieträger Gas

Im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat MVV 104 Mio. € investiert und damit 79 Prozent mehr als im Jahr davon. Neben dem bereits im Bau befindlichen neuen Gasheizkraftwerk der zur MVV-Gruppe gehörenden Stadtwerke Kiel zählten Unternehmensbeteiligungen zur Erweiterung des Dienstleistungsangebots für Industrie und Mittelstand sowie die Übernahme einer thermischen Abfallverwertungsanlage im schottischen Dundee zu den größten Einzelprojekten. Hier errichtet MVV mit einer Gesamtinvestition von 135 Mio. € in direkter Nachbarschaft ein neues hocheffizientes Heizkraftwerk, das 2020 in Betrieb gehen wird.

Parallel hat MVV in Mannheim mit den vorbereitenden Arbeiten für die Anbindung seines Heizkraftwerks auf der Friesenheimer Insel an das eigene regionale Fernwärmenetz begonnen. Durch die Anbindung sinke der Primärenergiefaktor (PEF) der Fernwärme um ein Drittel, was für Immobilienbesitzer, Bauherren und Investoren gleichermaßen von Bedeutung sei. Gleichzeitig erweitert MVV das Heizkraftwerk um ein Phosphor-Recycling aus Klärschlamm. Insgesamt investiert das Unternehmen allein hier in Mannheim in den nächsten Jahren rund 100 Mio. €.

Onshore-Wind: MVV-Chef Müller fordert Sonderausschreibung für 1,5 GW Leistung

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