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Geschäftszahlen für 2025

RWE: Rund die Hälfte der Investitionen sollen bis 2031 in die USA fließen

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RWE hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 mit einem bereinigten Ebitda von 5,1 Mrd. Euro und einem bereinigten Nettoergebnis von 1,8 Mrd. Euro „klar erfüllt“. Bis 2031 will der Konzern 35 Mrd. Euro netto in Erzeugungskapazitäten investieren. Dabei werde man gezielt auf Partnerschaften mit internationalen Investoren, um Investitionsrisiken zu begrenzen und den finanziellen Spielraum zu erweitern.

Mit den geplanten Investitionen soll die Erzeugungskapazität auf Basis von erneuerbaren Energien, Batteriespeichern und flexibler Erzeugung um 25 GW auf rund 65 GW wachsen. Basis für das Wachstumsprogramm sei eine geographisch und technologisch breit diversifizierte Projektpipeline, aus der RWE die attraktivsten Projekte auswählen kann. Für ihr Investitionsprogramm erwartet RWE eine Rendite von im Durchschnitt über 8,5 Prozent. „Die hohen Investitionen werden zu einer Steigerung des bereinigten Nettoergebnisses je Aktie um durchschnittlich 12 Prozent pro Jahr bis 2031 führen.“

Hälfte der Investitionen sollen in die USA fließen

Noch stärker als bisher will der Konzern das Geschäft in den USA ausbauen und dafür 17 Mrd. Euro netto investieren, knapp die Hälfte des geplanten Investitionsvolumens von 35 Mrd. Euro. Die installierte Kapazität von RWE in den USA soll von heute 13 GW auf 22 GW bis 2031 ausgebaut werden. Neben Wind- und Solarkraftanlagen sowie Batteriespeichern umfasst das künftig auch flexible Erzeugung. „Der Fokus liegt dabei auf dem Zubau von Gas-Spitzenlastkraftwerken.“

Wachstumsfeld flexible Erzeugung in Deutschland: Für Investitionen in flexible Back-up-Kapazitäten und große Batterieprojekte hat RWE in Summe 9 Mrd. Euro netto vorgesehen. Die Erzeugungskapazität von RWE in diesem Bereich soll bis 2031 um 6 GW wachsen. Dazu zählt, dass das Unternehmen bereits angekündigt hat, bis zu 3 GW an neuen wasserstofffähigen Gaskraftwerken in Deutschland bauen zu wollen, in Abhängigkeit von den Ausschreibungen der Bundesregierung.

Offshore-Windkapazität soll bis 2031 um 5 GW netto erweitert werden

RWE will die Offshore-Windkapazität um 5 GW netto bis 2031 erweitern. Aktuell hat das Unternehmen 3,1 GW im Bau und eine breite Pipeline an attraktiven Entwicklungsprojekten. Wesentlich dazu beigetragen habe das erfolgreiche Abschneiden bei der britischen Offshore-Windauktion AR7 Anfang Januar: RWE konnte sich für fünf Projekte mit einer Gesamtkapazität von 6,9 GW (RWE-Anteil: 3,5 GW) 20-jährige Differenzkontrakte zu 91,20 £ je Megawattstunde sichern. Für den Ausbau des Offshore-Wind-Portfolios plant RWE eigene Investitionen von 2 Mrd. Euro netto. Den größten Teil des künftigen Investitionsbedarfs decken Partnerschaften und Projektfinanzierungen.

In den Ausbau ihres Onshore-Wind- und Solargeschäfts in den europäischen Kernmärkten – allen voran in Deutschland – und in Australien, plant RWE in den nächsten sechs Jahren 7 Mrd. Euro netto zu investieren und das Portfolio so um 5 GW netto zu erweitern.

Nettoinvestitionen erreichen im abgelaufenen Jahr 4,0 Mrd. Euro

Im abgelaufenen Jahr erreichten die Investitionen mit 10,8 Mrd. Euro ein ähnliches hohes Niveau wie ein Jahr zuvor. Auf Nettobasis, d. h. abzüglich der Einnahmen aus Anteilsverkäufen, beliefen sich die Investitionen auf 4,0 Mrd. Euro. Neue Anlagen mit insgesamt 2,8 GW sind 2025 in Betrieb gegangen, was ebenfalls positiv zum Ergebnis beitrug. Der Zubau spiegelt sich auch in der Stromerzeugung des Unternehmens wider – die Stromproduktion stieg im Jahresvergleich trotz schwacher Windverhältnisse in Europa um 4 Prozent. Der CO2-Ausstoß in der Stromerzeugung hat sich 2025 weiter verringert – und zwar um 2 Prozent.

Die Geschäftsentwicklung der Segmente im Jahr 2025 im Überblick:

Offshore Wind: Das bereinigte Ebitda lag hier mit 1.488 Mio. Euro „im erwarteten Rahmen“ und damit unter dem Vorjahresergebnis von 1.559 Mio. Euro. Dies sei darauf zurückzuführen, dass für Strommengen, für die RWE keine fixe Vergütung erhält, niedrigere Preise erzielt wurden als 2024, berichtet der Konzern. Zudem wirkten sich die gegenüber 2024 verschlechterten Windbedingungen negativ aus.

Onshore Wind/Solar: Das Segment erzielte ein gegenüber dem Vorjahr (2024: 1.502 Mio. Euro ) stark verbessertes bereinigtes Ebitda von 1.740 Mio. Euro. „Die Inbetriebnahme neuer Anlagen führte zu einem Ergebniswachstum – trotz unterdurchschnittlicher Windverhältnisse in Europa und negativer Effekte aus der Währungsumrechnung von US-Dollar in Euro.“ Darüber hinaus erzielte RWE in den USA für Stromverkäufe, deren Preise nicht durch langfristige Lieferverträge abgesichert sind, höhere Preise als im Vorjahr.

Flexible Erzeugung: Das bereinigte Ebitda des Segments Flexible Erzeugung erreichte 1.406 Mio. Euro. Die Prognose wurde damit übertroffen. Wesentlich zum Ergebnis beigetragen hat nach RWE-Angaben die Veräußerung eines Entwicklungsprojekts für ein Rechenzentrum, das an einem ehemaligen britischen Kraftwerksstandort von RWE entstehen soll. Die Transaktion erbrachte einen Buchgewinn von 225 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr (1.949 Mio. Euro) hat sich das bereinigte Ebitda allerdings verringert, da sich die Margen aus dem Terminverkauf der Stromerzeugung nach dem hohen Niveau von 2024 wieder normalisiert hatten.

Energiehandel: Das bereinigte Ebitda des Segments lag mit 339 Mio. Euro erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahreswert von 679 Mio. Euro, aber innerhalb der prognostizierten Bandbreite.

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