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Salzgitter AG, E.ON und Linde starten Wasserstoffproduktion zur Stahlherstellung

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Die drei Projektpartner Salzgitter AG, E.ON Tochter Avacon und Linde haben alle Anlagen des Sektorkopplungsprojekts „Windwasserstoff Salzgitter – WindH2“ auf dem Gelände des Hüttenwerks in Salzgitter in den Probebetrieb genommen. Wie die Unternehmen mitteilten, wird dort künftig grüner Wasserstoff mit Strom aus Windenergie erzeugt. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 50 Mio. €. Der Bau der Elektrolyse wurde von der KfW gefördert.

Avacon betreibt auf dem Gelände der Salzgitter AG sieben neu errichtete Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 30 Megawatt (MW). Die Salzgitter Flachstahl GmbH hat zentral auf dem Werksgelände zwei Siemens 1,25 Megawatt-PEM-Elektrolyse-Einheiten installiert, die pro Stunde rund 450 Kubikmeter (m3) hochreinen Wasserstoff erzeugen werden. Schon heute wird in der Stahlherstellung Wasserstoff für Glühprozesse und in den Feuerverzinkungsanlagen eingesetzt. Der Industriegasproduzent Linde liefert das Gas zurzeit per Lkw und wird auch künftig die kontinuierliche Versorgung des Wasserstoffbedarfs absichern.

Mit „WindH2“ wollen die Partner Know-how sowie Erfahrungen mit der Vor-Ort-Produktion von Windstrom und Wasserstoff, sowie deren Integration in die komplexen Abläufe und Prozesse eines integrierten Hüttenwerks sammeln. „Das, was viele vor einigen Jahren für eine wilde Zukunftsvision gehalten haben, geschieht hier: die schrittweise Dekarbonisierung der Stahlerzeugung“, sagte Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Mit steigenden Kosten für CO2 wird auch grüner Stahl zudem immer wirtschaftlicher werden. Die Welt schaut daher gespannt darauf, was hier entsteht. Die hier geleistete Pionierarbeit hat alle Chancen, sich zu einem Exportschlager ‚Made in Germany‘ zu entwickeln.“

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