Second Foundation bindet ein Portfolio von mehr als 500 MWh Batteriespeichern an eine cloudbasierte Analytiklösung des Softwareunternehmens TWAICE an und setzt damit stärker auf datengetriebene Betriebsführung. Der Energiehändler verwaltet den Angaben zufolge inzwischen rund 2 GW an Speicherkapazität und baut sein Projektgeschäft in Europa, den USA, Japan und weiteren Märkten aus. Die Vereinbarung soll die Wachstumsstrategie unterstützen, indem sie die Überwachung von Batteriespeichern im gesamten Portfolio standardisiert.
Die Analytiklösung liefert zusätzliche Informationen zu Batteriezustand, Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit, die über klassische EMS‑ oder SCADA‑Systeme hinausgehen. Nach einem ersten Einsatz in Deutschland wird die Plattform nun im gesamten europäischen Portfolio ausgerollt. Zu den Bausteinen gehören auch digitale Inbetriebnahmeberichte, die vor dem Start neuer Anlagen Hinweise auf mögliche technische Auffälligkeiten geben sollen.
Mit der Vereinbarung reagiert Second Foundation auf steigende Anforderungen im Betrieb großer Speicherflotten, bei denen Lebensdauer, Degradation und Risikomanagement zunehmend im Fokus stehen. Die Nutzung von Modellierungs‑ und Simulationstools soll es dem Unternehmen ermöglichen, Degradationsprognosen sowie weitere Analyseergebnisse in Handels- und Planungsprozesse einzubinden. Ziel ist es, Entscheidungen zu Einspeisung, Wartung und Reinvestitionen auf eine einheitliche Datenbasis zu stellen.