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SFC Energy steigt in Wasserstofftechnologie ein

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Die SFC Energy AG, Brunnthal, steigt in die Wasserstofftechnologie ein. Dazu hat der bayrische Brennstoffzellenhersteller eigenen Angaben zufolge eine Entwicklungspartnerschaft mit der adKor GmbH geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung vermarkten beide Unternehmen die bestehenden Brennstoffzellenprodukte der Serie „Jupiter“ und entwickeln gemeinsam eine neue leistungsstarke Wasserstoff-Brennstoffzellengeneration mit Energiemanagement für den Einsatz in leistungsintensiven netzfernen und Back-up-Industrieanwendungen.

Bisher stellt SFC Energy nur Direktmethanol-Brennstoffzellen her, im Rahmen der Kooperation wird das Unternehmen jedoch in die Welt des Wasserstoffs einsteigen. „Wir erschließen mit den leistungsstärkeren Produkten sowohl neue Anwendungen bei unseren bestehenden Kunden als auch völlig neue große Märkte“, sagte Peter Podesser, CEO von SFC Energy. Aktuelle öffentliche Ausschreibungen für Netzersatz-Anlagen und staatliche Förderprogramme in Deutschland seien Beleg der seit einiger Zeit stark anwachsenden industriellen Nachfrage – der ideale Einstiegsmarkt für die bestehende Produktgeneration.

SFC Energy und adKor wollen neue H2-Brennstoffzellen-Generation entwickeln

Gemeinsam mit adKor will SFC Energy zudem eine neue H2-Brennstoffzellengeneration entwickeln, die zunächst gezielt für kritische Infrastrukturen, die Telekommunikation und Back-up-Szenarios zum Einsatz kommen soll. Dazu könnten die Unternehmen die bewährte Technologie weiterentwickeln. Langfristig sieht SFC Energy auch in der Elektromobilität und bei Smart Grids gute Chancen für die neue Produktgeneration.

Vorläufergesellschaft Heliocentris Energy Solutions musste Insolvenz anmelden

Das Brennstoffzellen-System Jupiter wurde von der FutureE Fuel Cell Solutions GmbH entwickelt. Das Unternehmen wurde im Juni 2014 von der Berliner Heliocentris Energy Solutions AG übernommen, die drei Jahre zuvor bereits die P21 GmbH, einen Anbieter für Energielösungen für den Telekommunikationsbereich, erworben hatte. Aufgrund eines Liquiditätsengpasses musste die Heliocentris Energy Solutions AG jedoch Ende 2016 Insolvenz anmelden.

Der Standort des ehemaligen Unternehmens FutureE in Wendlingen war daraufhin mit wesentlichen Wirtschaftsgütern an eine Tochtergesellschaft der Odeh Asalem Automation Systems (Odasco LLC) mit Sitz in Dubai verkauft worden, woraus die Odasco Heliocentris Europe GmbH hervorging. Die ehemalige P21 GmbH in München firmierte seitdem unter gleichem Namen als zweiter Standort. Die Vermögenswerte des Standorts in Wendlingen hat mittlerweile Hartmut Kordus übernommen, der die adKor GmbH in Wildau sowie ein Ingenieurbüro in Zeuthen bei Berlin betreibt.

Lesen Sie dazu auch:

https://www.contextcrew.de/firmenmeldungen-54373/

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