Abo

Newsletter

Siemens Gamesa baut bis zu 213 Stellen in Deutschland ab

Ausgabe:
Bereiche:
Themen:
Ressort:
Unternehmen:

Nun ist es offiziell: Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) wird in Deutschland bis zu 213 Arbeitsplätze abbauen. Die Personalanpassungen betreffen vor allem Mitarbeiter an den Standorten Hamburg und Bremen. Die neu errichtete Fabrik für Offshore-Maschinenhäuser in Cuxhaven sei von den Plänen zum Arbeitsplatzabbau nicht betroffen, teilte Siemens Gamesa heute mit.

Bereits im November 2017 hat Siemens Gamesa angekündigt, im Rahmen eines globalen Restrukturierungsprogramms bis zu 6.000 Stellen in 24 Ländern weltweit abzubauen. Jetzt einigte sich die deutsche Unternehmensführung mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Interessenausgleich und Sozialplan. Die Verhandlungen seien konstruktiv verlaufen, heißt es. Der Arbeitsplatzabbau soll sozialverträglich gestaltet werden und im Zeitraum bis Ende November 2019 erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen dabei nach Möglichkeit vermieden werden.

Deutschland ist und bleibt wichtiger Standort

„Uns ist bewusst, dass es sich bei der vereinbarten Personalanpassung um einen harten Einschnitt für die betroffenen Mitarbeiter handelt. Der mit den Arbeitnehmervertretern erzielte Interessenausgleich und Sozialplan sieht eine möglichst sozialverträgliche Lösung vor“, sagt Marc Becker, Geschäftsführer bei Siemens Wind Power GmbH & Co. KG, der von den Personalanpassungen betroffenen Unternehmenseinheit von Siemens Gamesa in Deutschland. „Deutschland ist und bleibt ein wichtiger Standort von Siemens Gamesa. So bleibt Hamburg etwa zusammen mit dem dänischen Vejle Zentrale für unser weltweites Offshore-Geschäft.“

Verschärfter Wettbewerb unter hohem Preis- und Kostendruck

Mit dem Restrukturierungsprogramm reagiert das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auf den verschärften Wettbewerb in der Windindustrie. Der stark angestiegene Preis- und Kostendruck betreffe den Bau von Windkraftanlagen an Land und auf See ebenso wie das Wartungsgeschäft. Siemens Gamesa müsse daher in allen Geschäftsbereichen die Kosten senken.

 Aktuelle Windkraft-Jobs im EUWID-Stellenmarkt finden Sie hier: 

Stellen Wind

Auktionsysteme erhöhen Druck auf deutschen Markt

Im deutschen Markt habe die Umstellung auf Auktionssysteme den Druck auf die Ausrüster und Wartungsdienstleister von Windprojekten erhöht. Um seine führende Position im Markt langfristig zu sichern, will Siemens Gamesa mit Einsparungen beim Einkauf und der Optimierung von Abläufen in der Fertigung und Verwaltung seine Wettbewerbsfähigkeit stärken. Der Abbau von Arbeitsplätzen sei ein weiterer, zentraler Bestandteil der im vergangenen Jahr bekannt gegebenen weltweiten Restrukturierung. In mehreren europäischen Ländern sowie in den USA und Kanada hat das Unternehmen bereits Einschnitte vorgenommen.

Lesen Sie hierzu auch:

Siemens Gamesa strebt bis 2020 Einsparungen von zwei Mrd. Euro an

 

 

Mehr von Siemens Gamesa

Waterkant ohne China-TurbinenOffshore-Windpark Waterekke: Luxcara setzt auf Turbinen von Siemens Gamesa

Luxcara setzt bei seinem bisher größten Offshore-Windprojekt in der deutschen Nordsee auf Windturbinen von Siemens Gamesa Renewable Energy. Der Hamburger Asset Manager hat nach...

Neuartiges Harz im EinsatzBritischer Offshore-Park Sofia erhält recycelbare Rotorblätter

RWE und Siemens Gamesa statten erstmals einen britischen Offshore-Windpark großflächig mit recycelbaren Rotorblättern aus. Im Offshore-Windpark „Sofia“ werden 150 der innovativen Rotorblätter installiert, die...

Verwandte Meldungen

Nachrichten kompaktKurzmeldungen: BDEW begrüßt EU-Aktionsplan zur Drohnensicherheit

Über die Informationskanäle der Redaktion von ContextCrew Neue Energie fließen täglich mehrere Hundert Informationen zur Energiewende aus den verschiedensten Quellen. In der Online-Rubrik werfen...

Wind und PVDirektvermarktung: Stadtwerke Kiel und getproject gehen neuen Weg

Die Stadtwerke Kiel und getproject haben einen langfristigen Rahmenvertrag geschlossen, der ein neues Modell für die Direktvermarktung von Wind- und Photovoltaikanlagen etabliert. Das Konzept...

Nachrichten kompaktWindenergie-Splitter: PNE erhält Genehmigungen für 42 MW Windleistung

Sie wollen wissen, was sich aktuell in der Windenergiebranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem...

DIW Energiewende-Monitor„Rahmenbedingungen für Energiewende so günstig wie selten zuvor“ – Politik in der Pflicht

Der aktuelle Energiewende‑Monitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, dass Photovoltaik, Windkraft an Land und Stromspeicher im zweiten Halbjahr 2025 deutlich zugelegt...

Neue Assetklassewind‑turbine.com öffnet Marktplatz für Projektrechte

Die Handelsplattform wind‑turbine.com öffnet ihren Marktplatz für Projektrechte und reagiert damit auf eine wachsende Nachfrage internationaler und nationaler Investoren. Laut Unternehmen steigt zugleich das...