Abo

Newsletter

Solarthermie, Biomasse und KWK: Bei der Wärmeversorgung will Leipzig auf Braunkohle verzichten

Ausgabe:
Bereiche:
Themen:
Ressort:
Unternehmen:

Leipzig will sich bei der Wärmeversorgung unabhängig von der Braunkohle machen. Ein in den vergangenen Monaten durch die Leipziger Stadtwerke erarbeitetes Konzept komme zu dem Ergebnis, dass ein Verzicht auf Fernwärme aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf technisch machbar ist, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Die Untersuchungen zeigten, dass die Stadtwerke die benötigte Fernwärme für zehntausende Haushalte künftig in deutlich saubereren Kraftwerken produzieren könnten, Versorgungssicherheit und Preisstabilität wären weiterhin gesichert. Wie Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) erklärte, wolle Leipzig ein klares Signal setzen: „Es ist möglich, eine 600.000-Einwohner-Stadt ohne Braunkohle zu versorgen.“

„Fest steht: der Wärmebedarf Leipzigs wird sich lokal verschieben – die Bedeutung der Fernwärme für die Stadt und für die Gestaltung der Energie- und Wärmewende bleibt unverändert hoch“, erklärte der Geschäftsführer der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, Karsten Rogall.

Das Fernwärmesystem aus Erzeugung, Netz und Kundenstationen sei die ideale Basis für die erfolgreiche Gestaltung der Wärmewende, da es erneuerbare und konventionelle Energien aufnehmen, bedarfsgerecht verteilen und sich verändernde Wärmebedarfe ausgleichen könne.

Speichertechnologien sollen zunehmende Rolle in der Fernwärmeversorgung spielen

„In unserem Zielportfolio setzen wir auf einen Technologiemix aus solarthermischen und Biomasseanlagen ebenso wie gasbasierten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Darüber hinaus werden Speichertechnologien eine zunehmende Rolle in der Fernwärmeversorgung spielen, die die Wirtschaftlichkeit unseres Erzeugungsparks weiter erhöhen.“

Dabei haben die Stadtwerke bereits mit der Weiterentwicklung des Fernwärmesystems begonnen und im vergangenen Jahr an vier Standorten in Leipzig kompakte Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Zwei weitere folgen 2019. Insbesondere für die Wohnungswirtschaft sei die Energieeffizienz der Wärme entscheidend, für die Leipziger Bürger die preiswerte Versorgung.

Wärmewende München 2040: Fernwärme aus Geothermie gilt als effektivste Maßnahme

Mehr von ##company_names##

Verwandte Meldungen

ÖsterreichPhoenics erforscht LMFP-Batterien für stationäre Energiespeicher

Im Forschungsprojekt Phoenics entwickeln Virtual Vehicle, Varta Innovation, das Materials Center Leoben (MCL) und AVL Technologien für Lithium-Ionen-Batterien auf Basis von Lithium-Mangan-Eisenphosphat (LMFP). Ziel...

Verbundprojekt R3Chain Neue Werkzeuge für Geothermie in Rhein-Ruhr-Region

Im Verbundprojekt R3Chain entwickeln Fraunhofer IEG, Ruhr-Universität Bochum und Technische Universität Berlin neue Werkzeuge zur Erkundung und Bewertung von Tiefengeothermie-Potenzialen in der Rhein-Ruhr-Region (R3)....

Whitepaper des Fraunhofer IEEUneinheitliche Netzanschlussregeln treiben Kosten für Wärmepumpen im Mehrfamilienhaus

Ein Whitepaper des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) sieht erhebliche Unterschiede bei den Netzanschlusskosten für Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern. Je nach Netzgebiet könnten uneinheitliche...

Nachrichten kompaktKurzmeldungen: Beratung zu FCA-Lösungen für die Industrie

Über die Informationskanäle der Redaktion von ContextCrew Neue Energie fließen täglich mehrere Hundert Informationen zur Energiewende aus den verschiedensten Quellen. In der Online-Rubrik werfen...

Nachrichten kompaktWindenergie-Splitter: Installation aller Anlagen von He Dreiht abgeschlossen

Sie wollen wissen, was sich aktuell in der Windenergiebranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem...