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Sonnen errichtet Produktionsstätte für Stromspeicher in Australien

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Solarstromspeicher-Hersteller Sonnen errichtet eine neue Produktionsstätte in Australien. In einer ehemaligen Automobilfabrik in Adelaide, der Hauptstadt des Bundesstaates Südaustralien, können ab Herbst 2018 jährlich rund 10.000 Solarstromspeicher von Sonnen, die sogenannten Sonnenbatterien, produziert werden. Wie das Wildpoldsrieder Unternehmen mitteilte, sind die dort produzierten Sonnenbatterien sowohl für die Wachstumsmärkte Australiens als auch für den asiatisch-pazifischen Raum bestimmt.

Sonnen profitiert damit direkt von einem neuen Förderprogramm der Regierung von Südaustralien, das 100 Mio. AUD (rund 61,4 Mio. €) für bis zu 40.000 Haushalte umfasst. Das Förderprogramm unterstützt die Anschaffung eines Heimspeichers nach Angaben von Sonnen mit bis zu 6.000 AUD (rund 3.680 €). Sonnen ist als einziger Speicherhersteller Partner dieses Programms, in den ersten neun Wochen können nur Speicher im Förderprogramm aufgenommen werden, die in Südaustralien produziert werden. Erstmals stelle ein Förderprogramm auch die Bedingung, dass ein Stromspeicher in der Lage sein muss, Teil eines virtuellen Kraftwerks zu sein.

Australische Haushalte werden zu Virtuellem Kraftwerk vernetzt

„In Südaustralien findet die Umstellung auf erneuerbare Energien gerade im Zeitraffer statt“, sagte Christoph Ostermann, CEO von sonnen. „Da die Entwicklung vor allem von Privathaushalten getragen wird, steigt die Nachfrage nach Stromspeichern für den Eigenverbrauch rasant an“. Mit der Vernetzung der Haushalte in einem virtuellen Kraftwerk wird Sonnen für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Stromnetz sorgen. Erst im vergangenen Jahr hatte sonnen erfolgreich die sonnenFlat in Australien eingeführt, die ersten vernetzten sonnenBatterien nehmen dem Unternehmen zufolge bereits am Großhandel für Strom teil.

Der Bundesstaat Südaustralien setzt stark auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Windkraftanlagen sowie Photovoltaik-Anlagen von Haushalten spielen eine zentrale Rolle. Anfang des Jahres wurde das letzte Kohlekraftwerk des Bundesstaates abgerissen.

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