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Sonnen schließt Allianz für Speicher mit Südaustralien

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In dem australischen Bundesstaat Südaustralien soll mit sonnen als Technologiepartner die weltweit größte, virtuelle Batterie entstehen. Das teilte der Wildpolsrieder Speicherspezialist mit. Dazu fördere die Regierung den Kauf von Solaranlagen und Stromspeichern mit 100 bis 150 Mio. AUD (rund 64 bis 96 Mio. €). Besondere Vorteile werde es dabei für Stromspeicher geben, die in Südaustralien hergestellt werden. Ziel sei es, innerhalb von fünf Jahren 50.000 Haushalte mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Stromspeicher auszurüsten.

Folglich will sonnen eigenen Angaben zufolge in eine neue Produktion in Südaustralien investieren. Neben dem Bau der neuen Produktionsstätte wird das Unternehmen auch seinen Hauptsitz in Australien von Sydney nach Adelaide verlegen. Sonnen will dort 130 Arbeitsplätze neu schaffen, insgesamt werden dadurch rund 430 Arbeitsplätze in der Region neu entstehen. Die neue Fertigung wird außerdem das Drehkreuz für sonnens Märkte in Neuseeland und dem asiatisch-pazifischem Raum sein.

„Es ist das erste Mal, dass eine Regierung ein so großflächiges Projekt für saubere Energie und Stromspeicher vorantreibt. Wir sind stolz, dass sonnen als Partner für die Speichertechnologie mit dabei ist und so hilft, die Umstellung von fossiler auf saubere Energie zu beschleunigen“, sagte Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing bei sonnen. Zusätzlich wird sonnen die Haushalte auch vernetzen und damit ein virtuelles Kraftwerk mit zehntausenden Anlagen betreiben. Der so entstandene virtuelle Speicherpool kann Überschüsse im Stromnetz gezielt aufnehmen und in Zeiten hohen Bedarfs wieder abgeben. Damit würde die weltweit größte virtuelle Batterie entstehen.

Auch Tesla leistet Beitrag in Südaustralien

Auch Tesla wird zu dem Ziel beitragen, 50.000 südaustralische Haushalte mit Solarstromspeichern auszustatten und zu einem virtuellen Kraftwerk zu vernetzen. Zunächst wird Tesla nach Angaben der südaustralischen Regierung im Rahmen eines Pilotprojekts 1.100 Haushalte mit niedrigem Einkommen mit je einer 5-kW-Solaranlage sowie einer Powerwall 2 mit 13,5 kWh Kapazität ausstatten.

Südaustralien ist am stärksten von den im Sommer 2017 gestiegenen Strompreisen in Australien betroffen, die zu Spitzenzeiten bei über 40 Cent/kWh liegen. Mit der eigenen Stromproduktion kann ein Haushalt seine Stromkosten deutlich senken. Bis 2025 will Südaustralien 75 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken. Der Speicher-Anteil dafür soll dann 25 Prozent betragen.

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