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Speicherspezialist Caterva meldet Insolvenz an

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Die Caterva GmbH, die Solarstromspeicher herstellt und zu virtuellen Großspeichern vernetzt, hat beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Wie das Pullacher Unternehmen mitteilte, hat das Gericht dem Antrag am 22. Dezember entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Das Unternehmen wird sich nun neu ordnen und nutzt die Restrukturierungsphase zudem, um neue Investoren zu gewinnen. Caterva steht eigenen Angaben zufolge bereits in Verhandlungen mit potenziellen Partnern, die an dem schnell wachsenden Markt der Solarstromspeicher teilhaben möchten.

Für Kunden ergibt sich keine wesentliche Änderung

Während der Restrukturierungs- und Sanierungsphase wird Carlos Mack kurzfristig die Geschäftsführung der Caterva GmbH als Generalbevollmächtigter unterstützen. Das Management wird durch Rechtsanwalt Christian Knittel, Partner der im sanierungsrechtlichen Bereich renommierten, überregionalen Kanzlei Brinkmann & Partner, beraten. Als vorläufigen Sachwalter hat das Amtsgericht den Restrukturierungs- und Sanierungsexperten Rechtsanwalt Christian Gerloff bestellt. Für die Kunden der Caterva GmbH ergibt sich im Rahmen des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens keine wesentliche Änderung, die Verträge werden zunächst unverändert fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien zunächst gesichert.

Virtueller Großspeicher wächst schnell

Die im Jahr 2013 gegründete Caterva GmbH bietet mit der „Caterva-Sonne“ einen Stromspeicher, der sich mit anderen zu einem virtuellen Großspeicher vernetzen lässt. Dessen Bewirtschaftung ermöglicht Zusatzfunktionen (z. B. Netzstabilisierung) und das Erarbeiten von Erlösen, was die Caterva-Sonne für Endkunden wirtschaftlich macht: Mit einer Caterva-Sonne können sich Privathaushalte bis zu 100 Prozent mit eigenem Solarstrom versorgen und ihre Energiekosten erheblich senken. Die steigende Beliebtheit der Caterva-Sonne bedingt dem Unternehmen zufolge den schnellen Ausbau des virtuellen Großspeichers. Neue Gesellschafter sollen helfen, die jetzt erforderlichen Investitionen zu leisten, damit Caterva den Ausbau schnell und zielgerichtet umsetzen kann.

Kompakter Solarstromspeicher kurz vor Markteinführung

Zum Geschäftserfolg soll außerdem die dritte Generation des Stromspeichers Caterva-Sonne beitragen – eine deutlich kompaktere Geräteversion, die kurz vor ihrer Markteinführung steht. Angesichts der stark gestiegenen Nachfrage und der bevorstehenden Einführung der neuen Stromspeicher-Version ist Caterva-Geschäftsführer Markus Brehler überzeugt, dass das Caterva-Team mit seinem Stamm loyaler Mitarbeiter nach der Restrukturierung ein großes Wachstum umsetzen kann.

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