Im Salzlandkreis starten die Vorbereitungsmaßnahmen für den Bau eines 300 MW Batteriespeichers, der damit das aktuell größte Energiespeicherprojekt in Deutschland ist. In Förderstedt, einem Ortsteil von Staßfurt, entsteht die Anlage auf einem ca. 8 Hektar großen Grundstück in unmittelbarer Nähe des bereits bestehenden Umspannwerks. Der Speicher soll über eine Speicherkapazität von 714 MWh verfügen, berichtet der deutsch-norwegische Speicherspezialist Eco Stor. Entwickelt und gebaut wird sie von der Eco Stor-Tochter Eco Power Three GmbH.
Das Speicherprojekt beinhaltet ein 110 kV Umspannwerk mit Transformatoren, 96 Containerstationen für die Wechselrichter und Transformatoren und 192 Containerstationen mit Lithium-Ionen-Batterien. Mit Erfüllung der behördlichen Anforderungen für einen Baustart und nachdem die Auflagen der ökologischen Baubegleitung umgesetzt sind, wird nun in einem ersten Schritt die Infrastruktur rund um das Gelände vorbereitet. Dies beinhaltet Arbeiten zur Straßensicherung und Baustelleneinrichtung, in einem späteren Schritt folgen die Erdarbeiten, bei denen die Fundamente, Schächte für Versorgungsleitungen und weitere Grundelemente angelegt werden.
Dreifache Größe des derzeit größten Batteriespeichers
Die Fertigstellung der Anlage und das Aufstellen der Batteriecontainer geschieht in mehreren Schritten und könne dank des Block-Konzeptes modular erfolgen, berichtet Eco Stor. Der Anschluss der Anlage an das benachbarte Umspannwerk des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz und die Inbetriebnahme des gesamten Speichers wird für 2026 angestrebt.
„In Förderstedt wird ein Energiespeicher entstehen, der in Kapazität und Leistung das Dreifache von dem erreichen wird, was aktuell Deutschlands größter Speicher in Bollingstedt, Schleswig-Holstein leistet“, sagt Georg Gallmetzer, Geschäftsführer von Eco Stor. Staßfurt habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutrale Kommune zu sein. „Mit dem Speicher und der dadurch verstärkt möglichen Nutzung erneuerbarer Energien gehen wir einen großen Schritt, um dieses Ziel zu erreichen und setzen die Gemeinde an die bundesweite Spitze der Energieinnovation.“
Der Batteriespeicher in Förderstedt ist vollständig durch Eco Stor eigenfinanziert, es werden keine öffentlichen Mittel dafür aufgewendet. Umgekehrt profitiert die Gemeinde Staßfurt durch die Gewerbesteuereinnahmen, die ihr zu 90 Prozent zufließen werden.