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Statkraft beliefert Naturstrom für elfeinhalb Jahre mit PPA-Solarstrom aus Bayern

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Statkraft entwickelt gegenwärtig mit Partnern eine Reihe von innovativen Stromlieferkonzepten. Eine wichtige Rolle spielen dabei Corporate- und Utility-PPA-Modelle. Jüngst hat das Unternehmen umfassende Grünstromlieferungen an Daimler-Standorte in Deutschland angekündigt. Nun legt der norwegische Vermarktungsspezialist für regenerative Energien nach und hat mit der Düsseldorfer Naturstrom AG einen langfristigen Stromliefervertrag über 20 MWp unterzeichnet. Wie die Unternehmen bekannt gaben, wird Statkraft elfeinhalb Jahre lang Strom aus dem deutschen PPA Portfolio an Naturstrom liefern. Der Düsseldorfer Öko-Energieversorger wird den Solarstrom zur Versorgung von Privatkunden mit Grünstrom nutzen.

Der Strom stammt den Angaben zufolge aus dem bayrischen Solarpark Parsberg Eichensee, für den Statkraft im vergangenen Jahr einen Stromabnahmevertrag geschlossen hat. Die physische Lieferung beginnt bereits im Mai 2020, die Anlage soll jährlich 20,3 GWh Solarstrom erzeugen. Bis zum Ende der Laufzeit im Dezember 2031 werde Statkraft insgesamt etwa 237 GWh Solarstrom an Naturstrom liefern, heißt es. Das vereinbarte Vertragsmodell garantiere dem Öko-Energieversorger dabei eine „vollständige Preisflexibilität“, sodass Naturstrom die Solarstrommengen nahtlos in die gewohnte Beschaffungsstrategie integrieren könne.

„Ein neues Zeitalter im Strommarkt bricht an“

„Dieser Vertrag zeigt, dass es in Deutschland möglich ist, Strom aus subventionsfreien Solarparks dieser Größenordnung für maßgeschneiderte Grünstromlieferungen in großem Maßstab zu verwenden“, sagt Carsten Poppinga, Geschäftsführer von Statkraft in Deutschland. Oliver Hummel, Vorstand bei der Naturstrom AG, ergänzt: „Ökostrom aus neuen größeren Solarparks wird künftig vielfach direkt an Haushalts- und Gewerbekunden fließen – ganz ohne EEG-Förderung.“ Damit überwinde man die bisherige Zweigleisigkeit der Ökostromerzeugung und -belieferung. „Ein neues Zeitalter im Strommarkt bricht an.“

In einem knappen Jahr komme der Strom aus alten Windrädern hinzu, deren Förderung nach 20 Jahren EEG ausläuft. „Damit überholen die Erneuerbaren auch bei den Erzeugungspreisen schrittweise die konventionellen Energien. Dieser deutliche Trend wird in den nächsten Jahren weiter anhalten und neue Chancen eröffnen“, sagt Hummel.

Naturstrom hat bereits selbst für mehrere Photovoltaik-Freiflächenanlagen Power Purchase Agreements (PPA) abgeschlossen. Den Anfang bildet der in der Unternehmensgruppe projektierte und gebaute Solarpark Rottenbach. Die Freilandanlage im nordbayerischen Landkreis Coburg verfügt über eine installierte Leistung von 13 MWp. Davon hat der Düsseldorfer Ökoenergieanbieter 3,2 MWp errichtet, deren Stromerzeugung nicht über das EEG vergütet wird.

PPA-Markt entwickelt sich hochdynamisch

Naturstrom integriert die entsprechenden Sonnenstrommengen ins eigene Beschaffungsportfolio und beliefert daraus seine Haushaltskunden. Bei einem weiteren Solarpark des Öko-Energieversorgers in Uttenreuth nahe Erlangen soll eine Teilanlage mit 2,8 MWp künftig Sonnenstrom direkt für die Naturstrom-Kunden produzieren.

Der PPA-Markt entwickelt sich gegenwärtig hoch dynamisch. Die gerade im PV-Bereich massiv gesunkenen Stromgestehungskosten machen es möglich, förderfrei und damit auch flexibel regenerative Energien in „echte“ Grünstromprodukte zu integrieren. Für Ökoenergieversorger wie Naturstrom bietet das die Möglichkeit, den Mehrwert des Ökoenergiebezugs für die Energiewende für Kunden noch leichter spürbar zu machen. Zugleich wächst das Interesse gerade aus der Industrie, nachweisbare Ökostromlieferungen zu akquirieren.

Schwerpunkt PPA in der aktuellen Ausgabe 6.2020 von EUWID Neue Energie:

https://www.contextcrew.de/sonderthema-power-purchase-agreement-ppa-wachsende-maerkte-zwischen-sinkenden-kosten-und-grossem-risikoappetit/

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