Statkraft hat Deutschlands größtes PV-Batteriespeicher-Hybridkraftwerk im EEG in Betrieb genommen. Die Anlage steht auf einer Fläche von rund 41 Hektar auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube Zerbst/Ost (Sachsen-Anhalt). Der 46,4-Megawatt-Solarpark erzeugt knapp 50 GWh Strom pro Jahr. Der erzeugte Solarstrom erhält eine feste Marktprämie aus der EEG-Innovationsausschreibung, Statkraft hatte sich den Zuschlag im Juni 2023 gesichert.
Die 88 Batterie-Cubes mit je 16 Lithium-Ionen-Akkus und einer Gesamtleistung von 16 MW speichern bis zu 57 MWh Strom. Sie können den überschüssigen Strom der Solarmodule tagsüber speichern und abends oder nachts bedarfsgerecht in das Stromnetz abgeben. „Auf diese Weise erhöhen Batteriespeicher die Wirtschaftlichkeit des Solarparks und tragen gleichzeitig dazu bei, sowohl das Stromnetz als auch die Strompreise zu stabilisieren“, betont Statkraft.
Derzeit laufen abschließende Tests für den stabilen Netzanschluss des PV-Batteriespeicher-Hybridkraftwerks Zerbst. Die Anlage speist seit Oktober 2025 Energie ins Netz ein.
Stadt Zerbst erhält jährlich rund 100.000 Euro aus freiwilliger Kommunalabgabe
Die Stadt Zerbst/Anhalt profitiert finanziell vom Projekt. Statkraft entrichtet neben der Gewerbesteuer eine freiwillige Kommunalabgabe. Über die Einnahmen in Höhe von rund 100.000 Euro pro Jahr kann Zerbst/Anhalt frei verfügen und damit zum Beispiel Infrastruktur-Projekte für Bürgerinnen und Bürger umsetzen.
Das Hybridkraftwerk in Zerbst ist die erste eigenentwickelte Erneuerbare-Energien-Anlage dieser Art, die Statkraft als Projektentwickler in Deutschland ans Netz bringt. Im Laufe der letzten Jahre hat das Unternehmen sein Projektentwicklungsgeschäft kontinuierlich aufgebaut und verfügt derzeit über eine Pipeline von Wind-, Solar- und Speicherprojekten mit einer möglichen Gesamtleistung von 4.000 MW.