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Steico investiert zunehmend in Energieerzeugung aus Biomasse

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Der bei München ansässige Konzern Steico, ein Systemanbieter für den ökologischen Hausbau, investiert seit Jahren zunehmend in die energetische Nutzung von Biomasse. Wie der Konzern anlässlich der Vorlage vorläufiger Geschäftszahlen für 2018 mitteilte, konnte der Einsatz von Kohle bereits signifikant reduziert werden. Ziel sei es, den steigenden Kosten fossiler Energieträger entgegenzuwirken.

Aktuelle Investitionsprojekte betreffen die Errichtung eines fünften Biomassekessels, die Umrüstung eines vorhandenen Kohlekessels auf Biomasse sowie den geplanten Einbau einer Turbine zur Elektrizitätsgewinnung. Noch im ersten Halbjahr 2019 ist vorgesehen, den Standort Czarna Woda komplett auf einen Regelbetrieb mit Biomasse umzustellen und damit vollständig auf die Nutzung von Kohle zu verzichten. Auch die anderen Produktionsstandorte nutzen bereits Biomasse in großem Umfang und sollen mittelfristig auf fossile Energieträger verzichten können.

2018 verdreifachten sich Preise für Emissionszertifikate

Neben einem verbesserten Klimaschutz realisiert der Steico Konzern damit eigenen Angaben zufolge auch eine weitreichende Unabhängigkeit von steigenden Bezugspreisen bei fossilen Energieträgern und Emissionszertifikaten. Im Laufe des Jahres 2018 haben sich die Preise für Emissionszertifikate im EU-Emissionshandel dem Konzern zufolge mehr als verdreifacht.

Ebit durch Abschreibungen bereits erworbener CO2-Zertifikate belastet

Im Steico Konzern hätten sich diese Kostensteigerungen überwiegend im vierten Quartal niedergeschlagen. In der Folge seien sowohl das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) als auch das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) beeinflusst worden. Während das Ebitda jedoch trotzdem im Vergleich zum 4. Quartal 2017 zulegen konnte, brach das Ebit um 21,4 Prozent ein. Steico begründet diese überproportionale Belastung des Ebit durch Abschreibungen bereits erworbener CO2-Zertifikate. Auf das gesamte Geschäftsjahr 2018 bezogen sind Ebitda und Ebit jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

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