Der Krisenmodus, in dem sich die Politik gegenwärtig befindet, droht, erhebliche Bremsspuren beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu verursachen. Zwar sind sich nahezu alle Beobachter einig, dass die gegenwärtige Situation staatliche Eingriffe rechtfertigt, aber die konkrete Ausgestaltung insbesondere der Erlösabschöpfung im Zuge der Strompreisbremse wird von der Erneuerbaren-Branche auf das Schärfste kritisiert. Das Investitionsklima leidet bereits jetzt. (Quelle für Symbolbild: Bertold Werkmann / stock.adobe.com)

Die Strompreisbremse spielt auch in der Ausgabe 45.2022 von ContextCrew Neue Energie eine zentrale Rolle. Während der hochambitionierte Zeitplan bei Stadtwerken und EVU für „Entsetzen“ sorgt, herrscht in der Biogasbranche schon fast Untergangsstimmung. Die Unternehmen sehen sich in ihrer Existenz massiv bedroht, wenn rückwirkend Erlöse ab einem aus Branchensicht zu niedrigen Preisniveau abgeschöpft würden und zudem das künftige Geschäftsmodell der Flexibilität Schaden nähme. Auch aus der Solarbranche kommt die Botschaft, dass Investitionen zurückgestellt werden könnten.

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Doch wie kann die Politik reagieren, ohne das sensible Investitionsklima durch Instrumente wie eine rückwirkende Erlösabschöpfung zu gefährden? Die kurzfristige Antwort der Erneuerbaren-Branche lautet: durch eine Sonderabgabe auf tatsächlich erwirtschaftete Gewinne. Und jenseits des akuten Krisenmanagements? Dazu hat die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende einen Vorschlag entwickelt, der einen offensiven Weg empfiehlt: Durch ein „Inflationsbekämpfungspaket“ im Umfang von 92 Mrd. € könnte Deutschland die fossile Energiekrise strukturell überwinden, heißt es. Wie dies aussehen könnte und warum ein solches Vorgehen unter dem Strich viel mehr einbringt als es kostet, lesen Sie auf dem Titel der neuen Ausgabe.

Die Diskussion über die Strompreisbremse durchzieht die gesamte Erneuerbaren-Branche – bis hin zu den Betreibern von Altholzkraftwerken. Wie sich der politische Diskurs hier auswirkt, lesen Sie im jüngsten EUWID-Marktbericht, den hier finden.

Zu den Topthemen der Vorwoche:

„Die Welt hat in den letzten Jahren nicht genug in Energie investiert“