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Studie skizziert zwei Wege zum Smart-Meter-Ziel

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Deutschland benötigt eine langfristige Strategie für den Ausbau seiner digitalen Messinfrastruktur, um die auf europäischer Ebene diskutierten Smart-Meter-Ziele zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Zukunftspfad Smart Meter“, die von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) gemeinsam mit Unternehmen, Technologieanbietern und Verbraucherorganisationen erarbeitet wurde.

Dem Bericht zufolge könnten künftig erstmals verbindliche Ausbauquoten für Smart Meter in Europa vorgegeben werden. Diskutiert werden mindestens 50 Prozent digitalisierte Messlokationen bis 2030 und 75 Prozent bis 2033. In Deutschland liegt die Einbauquote nach Angaben der Autoren derzeit bei 5,5 Prozent. Angesichts von rund 60 Millionen Messlokationen bestehe daher erheblicher Handlungsbedarf.

Smart Meter gelten als Grundlage für dynamische Stromtarife, die Einbindung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen und anderer Flexibilitäten sowie für eine stärkere Digitalisierung energiewirtschaftlicher Prozesse. Das von der FfE koordinierte Konsortium identifiziert insgesamt 21 Maßnahmen, um den Rollout zu beschleunigen und kostengünstiger zu gestalten. Die Vorschläge konzentrieren sich auf vier Handlungsfelder:

1. Planungssicherheit schaffen: Die wichtigste Voraussetzung für weitere Investitionen ist aus Sicht der beteiligten Akteure ein klares politisches Zielbild. Es wird eine frühzeitige Festlegung der langfristigen Rollout-Strategie empfohlen sowie verlässliche und eindeutig definierte Ausbauquoten, um Pla-nungssicherheit für Messstellenbetreiber, Netzbetreiber und Technologieanbieter zu schaffen.

2. Komplexität reduzieren – Interoperabilität und Skalierung stärken: Ein wesentlicher Hebel liegt in der Vereinfachung technischer und regulatorischer Prozesse. Insbesondere eine stärkere Nutzung standardisierter Datenformate sowie eine Verringerung der bestehenden Prozesskomplexität könnten Betrieb, Marktkommunikation und Fehlerbehandlung deutlich effizienter gestalten. Robuste und interoperable IT-Systeme sind eben-falls eine Voraussetzung zur Skalierung des Rollouts.

3. Kundennutzen in den Vordergrund stellen: Der Nutzen von Smart Metern (dynamische Tarife, Integration von Flexibilitäten, Transpa-renz über Verbrauch und Einspeisung, etc.) entstehe nicht durch den reinen Rollout. Ebenfalls relevant sei, dass Daten für Kunden und energiewirtschaftliche Akteure tatsächlich verfügbar sind, und „mehrwertstiftend“ eingesetzt werden. Ein stärkerer Kunden-Fokus, sowohl in der Kommunikation als auch in den Prozessen, sei von zentraler Bedeutung um die Akzeptanz für den Rollout und den Nutzen des Rollouts zu stärken.

4. Digitalisierung über den aktuellen Pflichtrollout hinaus attraktiv machen: Um die langfristigen Ausbauziele zu erreichen, muss zeitnah entschieden werden, wie Messlokationen außerhalb des heutigen Pflichtrollouts digitalisiert werden sollen. Hierzu werden zwei grundlegende Zukunftspfade gegenübergestellt.

Um den Rollout intelligenter Messtechnologien voranzubringen nennt das Papier zwei mögliche Alternativen. Ein möglicher Weg (Pfad A) bestehe darin, den heutigen Rollout intelligenter Messsysteme deutlich über die bestehenden Pflichteinbaufälle hinaus auszuweiten. „Voraussetzung dafür wären weitere Effizienzsteigerungen bei Einbau und Betrieb, insbesondere im Mehrparteienhaus, sowie eine erneute Bewertung der volkswirtschaftlichen Tragfähigkeit eines deutlich breiteren iMSys-Rollouts.“

Alternativ (Pfad B) könnte die Digitalisierung auf zwei komplementären Technologien aufbauen: dem heutigen intelligenten Messsystem für Pflichteinbaufälle sowie kostengünstigeren Smart-Meter-Lösungen für die übrigen Messlokationen. Voraussetzung hierfür wären eine schnelle Definition regulatorischer Rahmenbedingungen sowie klare technische Anforderungen.

Als wichtigste Voraussetzung für weitere Investitionen nennen die Beteiligten ein klares politisches Zielbild. Langfristige Ausbaupfade und verlässliche Quoten könnten Messstellenbetreibern, Netzbetreibern und Technologieanbietern mehr Planungssicherheit geben. Darüber hinaus empfiehlt die Studie eine stärkere Standardisierung von Datenformaten sowie interoperable IT-Systeme, um Prozesse, Marktkommunikation und Fehlerbehandlung zu vereinfachen und zu skalieren.

Hier kann die Analyse „Zukunftspfad Smart Meter“ heruntergeladen werden.

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