Die Stadtwerke Bielefeld (SW Bielefeld) testen den Einsatz einer Großbatterie im britischen Plymouth. Wie das Unternehmen mitteilte, stammt die Entwicklung dazu vom Gütersloher Unternehmen GfE unter Mitwirkung der britischen Level-Energy. Zurzeit werden im Gebäude des Heizkraftwerks der Stadtwerke Bielefeld Lithium-Ionen-Batterien in einem Container getestet, um den Batteriepufferspeicher mit der entsprechenden Steuerungssoftware unter Praxisbedingungen kennenzulernen. Dabei verteilen sich insgesamt 476 Batteriezellen auf zwei Gestelle. Zusammen können sie laut Stadtwerke 110 Kilowattstunden Strom speichern.
In einem zweiten Container sind ein Trafo und das Energiemanagementsystem zur Steuerung der Anlage untergebracht. Außerdem gehören ein Wechselrichter und ein Generator zu dem Prüffeld. Über den Trafo ist die Anlage an das Stromnetz im Kraftwerk angebunden, von wo sie den benötigten Strom bezieht bzw. in das sie während der Tests einspeist. Der Generator wird gebraucht, weil solche Geräte Bestandteil der Anlage in Plymouth sind und deren Zusammenspiel mit dem Batteriespeicher nachgewiesen werden muss.
Inbetriebnahme eines Batteriespeichers in Bielefeld nicht vor Frühjahr 2019
Die Stadtwerke Bielefeld wollen gerne ein innovatives Batterie-Großkraftwerk im Megawattbereich an der Schildescher Straße in Bielefeld errichten. „Energiespeicher sind für das Gelingen der Energiewende und der damit verbundenen Klimaschutzziele sehr wichtig“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Friedhelm Rieke. „Der weitere Bau von Solar- und Windanlagen reicht dafür nicht aus. Schon heute ist oft mehr grüner Strom im Netz, als die Verbraucher sinnvoll nutzen können.“ Doch frühestens zum Jahresende will der Aufsichtsrat des Bielefelder Kommunalversorgers über die Millioneninvestition entscheiden. Mit der Inbetriebnahme des Batteriespeichers sei nicht vor Frühjahr 2019 zu rechnen. (MBI/Eigener Bericht)