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TEAG plant Erweiterung von GuD-HKW und Wärmespeicher

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Die TEAG Thüringer Energie AG, Erfurt, plant in ihrem Gas-und-Dampfturbinen-Heizkraftwerk (GuD-HKW) Jena eine Investition von rund 69 Mio. € für neue Erzeugungstechnik mit eingebundenem Wärmespeicher. Vorgesehen ist der Bau einer neuen Maschinenhalle auf dem Kraftwerksgelände, in der sechs große Erdgasmotoren mit einer elektrischen Gesamtleistung von rund 60 Megawatt stehen werden. Der Wärmespeicher wird über eine Kapazität von 600 MWh verfügen. Als voraussichtlichen Baustart sehen die Planungen September 2019 vor – mit der kompletten Fertigstellung und Inbetriebnahme wird im Oktober 2021 gerechnet, pünktlich zu Beginn der Heizperiode.

„Grundlage für die Investition von fast 70 Mio. € ist die Verlängerung des Fernwärmeliefervertrages mit den Stadtwerken Jena-Pößneck. Diese Partnerschaft bringt die Planungssicherheit für langfristige Investitionen in unser HKW Jena“, erklärte TEAG-Vorstandsprecher Stefan Reindl zur Vertragsunterzeichnung. „Für die Stadt Jena sichern wir so nicht nur umweltfreundliche Fernwärme und Warmwasser. Wir reduzieren vor allem auch die Emissionen des Klimagases CO2 um fast die Hälfte im Vergleich zum jetzigen Stand.“

„Dieses Projekt ist bei der Umsetzung seiner Klimaschutz-Potenziale durchaus flexibel“, so Reindl weiter. „Wir können auf die Änderung der Rahmenbedingungen reagieren, etwa durch das Thüringer Klimagesetz. Möglich sei beispielsweise eine Power-to-heat-Lösung und die vollständige Ablösung der GuD-Anlage“. Zudem könne die neue Anlage jederzeit sinnvoll erweitert werden – entsprechende Flächen seien bereits eingeplant. Die Sektorkopplung werde so auch für das HKW Jena eine wichtige Rolle spielen. Hierbei wird Strom aus erneuerbaren Quellen auch in den Sektoren Wärme, Kälte oder Mobilität eingesetzt – es werden fossile Energieträger bei Heizung oder Verkehr durch Öko-Strom-Lösungen verdrängt, die Energiewende dringt so in neue Sektoren vor.

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