Angesichts der aktuellen Preisentwicklung fossiler Kraftstoffe stellen sich viele Landwirte die Frage, ob der eigene Traktor auch mit einem anderen Kraftstoff als Diesel betankt werden kann. Wissenschaftler des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) in Straubing haben nun ermittelt, welche Maschinen für erneuerbare Kraftstoffe freigegeben sind. Die Übersicht ist ab sofort auf der Website des TFZ verfügbar.
„Für unsere Marktrecherche haben wir bei 120 Herstellern nachgefragt“, sagt Josef Witzelsperger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am TFZ. „In der Übersicht können Nutzer gezielt nach Fahrzeugen filtern und die Hersteller-Freigaben für alternative Kraftstoffe einsehen.“ Die Liste liefert Informationen zu Biodiesel-Reinkraftstoff B100, Biodiesel-Blends, paraffinischem Dieselkraftstoff HVO sowie Rapsölkraftstoff und CNG.
Daten bei 120 Herstellern abgefragt
„Wenn ein Hersteller die Nutzung freigegeben hat, können Landwirte diese alternativen Kraftstoffe einsetzen“, sagt Witzelsperger. Die aktuelle Erhebung zu erneuerbaren Kraftstoffen ergänzt die im Dezember 2025 vom TFZ veröffentlichte „Übersicht zu Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb für einen Einsatz in der Landwirtschaft“.
Die Marktübersicht wurde im Rahmen des Projekts TrAkzeptanz erstellt. Hierbei beschäftigen sich die Wissenschaftler mit der Frage, ob Landwirte erneuerbare Antriebe in der Landtechnik annehmen und welche Maßnahmen ihre Akzeptanz weiter steigern können.
Das Forschungsprojekt wird vom Bundeslandwirtschaftsministerium finanziert und vom Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung betreut. Dabei kooperiert das TFZ mit dem Fachgebiet MNR der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie dem Bundesverband Bioenergie.