Mit der Frage, ob und wie Lithium-Ionen-Batterien aus Elektrofahrzeugen in privaten Haushalten weiter genutzt werden können, beschäftigen sich Wissenschaftler der Bergischen Universität Wuppertal. Geleitet wird das Vorhaben von Prof. Stefan Bracke (Lehrstuhl für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalytik) und Prof. Roland Goertz (Lehrstuhl für Chemische Sicherheit und Abwehrenden Brandschutz). Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt das neue Forschungsprojekt mit einer Förderung in Höhe von rund 469.000 €.
Mit Zunahme der Zahl der Elektrofahrzeuge fallen perspektivisch enorme Mengen an Lithium-Ionen-Batterien zur Entsorgung an. Werden die Systeme jedoch weiterverwendet, zum Beispiel als stationärer Energiespeicher, könne ein maßgeblicher Beitrag zur Umweltentlastung geleistet werden, heißt es seitens der Uni Wuppertal. Ob und wie die Systeme in stationären Speichern privater Haushalte einsetzbar sind, untersuchen die Wuppertaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Konsortium aus Wissenschaft und Industrie.
„Im Sinne der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung untersuchen wir z.B. durch Entwicklung eines Zuverlässigkeitsmodells, ob bereits verwendete Zellen zuverlässig weiter nutzbar sind“, sagt Bracke. Dazu soll auch eine repräsentative Kleinanlage von den Projektpartnern aus der Industrie aufgebaut werden.
Sicherheitsarchitektur muss außerhalb des Fahrzeugs neu gedacht werden
Die Sicherheit spiele dabei eine große Rolle, ergänzt Goertz. „In Elektrofahrzeugen ist die Batterie in ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem eingebettet. Nimmt man die Zellen aus dem Fahrzeug heraus und nutzt sie stationär, z.B. in einem Wohnhaus als Speicher für die Photovoltaikanlage, muss die Sicherheitsarchitektur des Systems für den Brand- und Umweltschutz neu gedacht werden.“
Neben den beiden Lehrstühlen der Bergischen Universität Wuppertal sind die Hellmann Process Management GmbH & Co. KG aus Osnabrück, die BE-Power GmbH aus Fernwald und die Röwer Sicherheits- und Gebäudetechnik GmbH aus Osnabrück als Kooperationspartner beteiligt. Unterstützt wird das Forschungsprojekt durch die Hoppecke Batterien GmbH & Co. KG aus Brilon.
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