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Übertragungsnetzentgelte in der Schweiz bleiben stabil

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In der Schweiz bleibt die finanzielle Belastung der Endverbraucher für das Übertragungsnetz im nächsten Jahr auf dem Niveau von 2019. Wie die nationale Netzgesellschaft Swissgrid mitteilt, bezahlt ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.500 kWh für ihre Leistungen 2020 im Durchschnitt 44 Schweizer Franken, das sind etwa 39,14 Euro. Dies entspricht rund fünf Prozent der jährlichen Stromkosten.

Die von Swissgrid erhobenen Tarife decken die Ausgaben für Systemdienstleistungen sowie für die Netznutzung. Zu den allgemeinen Systemdienstleistungen zählt Swissgrid unter anderem die Kosten für die Regelleistungsvorhaltung, zu den individuellen Systemdienstleistungen die Kosten für die Kompensation von Wirkverlusten oder für die Lieferung von Blindenergie. Unter Netznutzung summieren sich die Kosten für den Betrieb sowie den Um- und Ausbau des Netzes.

Für das Jahr 2020 nehmen die Tarife für die allgemeinen Systemdienstleistungen und für die Netznutzung ab, heißt es weiter. Im Gegensatz dazu steigen die individuellen Systemdienstleistungstarife. Der Tarif für die allgemeinen Systemdienstleistungen sinkt gegenüber 2019 um über 30 Prozent. Der Endverbraucher zahlt 2020 noch 0,16 Rappen (2019: 0,24 Rappen) pro kWh verbrauchten Strom.

Kosten für Systemdienstleistungen größtenteils durch Regelleistungsvorhaltung verursacht

Die Kosten für die allgemeinen Systemdienstleistungen werden laut Swissgrid größtenteils durch die Regelleistungsvorhaltung verursacht. Die Netzgesellschaft rechnet in diesem Bereich mit sinkenden Beschaffungskosten.

Die Tarife für die individuelle Systemdienstleistung „Wirkverluste“ nehmen aufgrund voraussichtlich höherer Beschaffungskosten zu. Die Kosten für die Energie zum Ausgleich von Wirkverlusten folgen erfahrungsgemäß den Preisen an den Strombörsen. Hier geht Swissgrid von einem steigenden Niveau aus.

Die Tarife für die Netznutzung gehen im Vergleich zu 2019 um rund 6 Prozent zurück. Der Betriebsaufwand sowie die Kosten für Redispatch nehmen voraussichtlich zu. Die Auktionserlöse, die Swissgrid aus dem grenzüberschreitenden Engpassmanagement einnimmt, waren in den letzten Jahren jedoch deutlich höher als erwartet und haben maßgeblich zum Aufbau einer Überdeckung beigetragen. Diese Überdeckung baut Swissgrid in den nächsten Jahren ab, was sich positiv auf die Netznutzungstarife auswirken soll.

Schweizer Energiestrategie 2050 „auf Kurs“

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