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Verband: „Markteintritt für Höhenwindenergie öffentlich flankieren“

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Die Technologie Airborne Wind Energy (AWE) – auch Flug- bzw. Höhenwindenergie genannt – kann eine vielversprechende Ergänzung für die Energie der Zukunft sein. Doch der Markteintritt für die neue Technologie muss öffentlich flankiert werden, teilt Airborne Wind Europe, der Verband der europäischen AWE-Industrie, mit.

Der Meldung zufolge entwickeln derzeit etwa 20 Hersteller AWE-Technologien, und weltweit sind mehr als 50 Institutionen entlang der Lieferkette aktiv, darunter in Deutschland die Hersteller SkySails Power, EnerKíte, kiteKRAFT und kiteswarms, die Universitäten TU Berlin und TU München, Hannover, Stuttgart, Oldenburg, das DLR Braunschweig und das Fraunhofer-Institut IWES, sowie Projektentwickler und Energieversorger wie EWE, EnBW, RWE und Teut Windprojekte.

Einige Unternehmen stehen laut Airborne Wind Europe vor der Markteinführung ihrer Systeme. Um erfolgreich in den Wettbewerb und die regulierten europäischen Strommärkte einzutreten, benötige AWE – wie andere Technologien zuvor – politische und wirtschaftliche Unterstützung. Dabei gehe es neben Markteinführungshilfen auch um den Abbau administrativer Hemmnisse.

AWE kurzfristig im EEG berücksichtigen

So wird die Höhenwindenergie bisher nicht im EEG berücksichtigt. Pilotwindanlagen, Innovationsausschreibungen und auch das Auktionsdesign sind bislang für konventionelle Windkraft ausgelegt und definiert. Die Vorgaben seien jedoch aufgrund der Besonderheiten der AWE-Technologie oft nicht anwendbar. Die angekündigte Revision des EEG 2021 biete die Möglichkeit, AWE kurzfristig im EEG zu berücksichtigen. Der Verband schlägt daher die Einführung einer gesonderten Vergütungsregelung für die Höhenwindtechnologie (neben Wind Onshore und Wind Offshore) und die damit verbundene Anpassung des nachgeordneten Regelwerks vor.

Über Airborne Wind Energy
Bei den Systemen der Airborne Wind Energy geht es um die Umwandlung von Windenergie in Elektrizität mittels automatisierter, an einem Seil befestigter Fluggeräte. Die meisten Konzepte wandeln die Zugkraft der Fluggeräte über eine Winde und einen Generator am Boden um, während andere Konzepte Generatoren an Bord mit einem leitfähigen Seil kombinieren.

Flugwindkraftanlagen verbrauchen grundsätzlich wenig Material in der Herstellung und Errichtungslogistik, was Ressourcen schont und geringe visuelle Auswirkungen hat, was die Akzeptanz verbessert. AWE erschließt zusätzliche Windressourcen stetigerer Höhenwinde mit einem einen guten Kapazitätsfaktor (große Strommenge im Verhältnis zur installierten Leistung) und rückt Stromproduktion in den Bereich der Grundlast. Durch günstige Stromgestehungskosten kann AWE langfristig zu niedrigen Strompreisen beitragen. Die Anlagen sind skalierbar von einigen kW bis zu mehreren MW Leistung.

Lesen Sie hierzu auch:

Flugwindkraft: RWE testet SkySails-Drachen für drei Jahre

 

 

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