Verbio meldet Rückgang bei Umsatz und Ergebnis

Stroh-Biomethananlage von Verbio in Schwedt
Quelle: Verbio AG

Verbio hat im ersten Halbjahr 2023/24 einen Konzernumsatz von 908,9 Mio. € (Vorjahr: 1.077,7 Mio. €) erwirtschaftet. Der Rückgang der Umsatzerlöse um 16 Prozent gegenüber der Referenzperiode des Vorjahrs sei überwiegend auf geringere durchschnittliche Absatzpreise sowohl für Biodiesel als auch für Bioethanol zurückzuführen, berichtet Verbio. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 74,9 Mio. € (Vorjahr: 170,3 Mio. €).

Für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 wird ein Ebitda von 120 bis 150 Mio. € und eine Nettofinanzverschuldung im Rahmen von 145 bis 175 Mio. € erwartet. „Die Prognose spiegelt den anhaltenden Druck auf die Ethanol- und THG-Quotenpreise insbesondere durch die massiven, fraglichen Importe fortschrittlichen Biodiesels aus Asien in 2023 wider“, heißt es seitens des Bioenergieunternehmens.

„In den Jahren 2022 und 2023 konnten sich die Ölkonzerne in Deutschland mit mutmaßlich falsch deklariertem Biodiesel aus China einen Puffer von ca. 6 Mio. Tonnen CO2-Einsparung schaffen, was in etwa 30 Prozent des Einsparziels für 2024 entspricht“, sagt Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender der Verbio SE. „Das drückt noch auf die THG-Quotenpreise – obwohl die Biodieselimporte dank europäischer Maßnahmen zurückgehen und das THG-Einsparziel im Januar angehoben wurde.“

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