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Verbundprojekt entwickelt textile Biogasanlagen

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Auf dem Areal des Agrarbildungszentrums (ABZ) in Landshut-Schönbrunn soll für landwirtschaftliche Betriebe eine Demonstrations-Biogasanlage aus textilen Materialien entwickelt und unter Einsatzbedingungen optimiert werden. Das teilte der Bezirk Niederbayern mit, dem das ABZ gehört. Projektpartner sind die Hochschule Landshut, die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising, die zum ABZ gehörende Landmaschinenschule Landshut, die Agrotel GmbH aus Neuhaus am Inn und die Finsterwalder Umwelttechnik aus Bernau am Chiemsee.

Bayern fördert Projekt mit fast 2 Mio. €

Das Pilotprojekt „Kleine Biogasanlagen aus textilen Materialien“ ist am 20. August unter Beisein des bayerischen Wirtschafts- und Energiestaatssekretärs Roland Weigert, der einen Förderbescheid des Freistaats mit einem Wert von knapp zwei Mio. € übergeben hat, offiziell gestartet worden. „Mit dem Projekt wird gezeigt, dass sich textile Materialien für den Bau einer Biogasanlage eignen, dass sich Biogas für kleine Betriebe lohnen kann und Biogasanlagen auch bezahlbar sind“, sagte Weigert. Der Förderbescheid war die Voraussetzung für den Bezirksausschuss, einer Beteiligung am Verbundprojekt im ABZ zuzustimmen.

Agrotel ist Eigentümer der Demonstrationsanlage

Laut Beschluss überlässt der Bezirk zur Errichtung der Biogasanlage und zur Durchführung des Projektes „durch Dritte“ unentgeltlich einen Grundstücksteil für die Dauer des Projektes. Darüber hinaus stellt der Bezirk das Substrat für die Biogasanlage aus dem landwirtschaftlichen Lehrbetrieb zur Verfügung und transportiert das Restsubstrat wieder weg. Mit dem Eigentümer der Biogasanlage, der Firma Agrotel, wurde ein sogenannter Grundstücksüberlassungsvertrag geschlossen. In diesem sind unter anderem auch Haftungsfragen geregelt.

Viele dezentrale Biogasanlagen aus Textil möglich

Insbesondere kleine Biogasanlage erleben Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich zufolge gerade eine Renaissance. „Was in Landshut zur Marktreife gebracht werden soll, ist gerade für viele landwirtschaftliche Familienbetriebe interessant“, so Heinrich. „Es wäre ideal, wenn durch das neue System nicht nur große Anlagen, für die in weiten Teilen Niederbayerns Mais angebaut wird, wirtschaftlich zu betreiben sind, sondern auch kleine Anlagen, die nur Gülle und Mist verwerten. Das sorgt für keinerlei Transporte beim Substrat.“

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