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Vow und ArcelorMittal integrieren Biomasse-Pyrolyse in Walzwerk

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Das Cleantech-Unternehmen Vow ASA und der internationale Stahlkonzern ArcelorMittal wollen an einem Projekt zum Bau einer Biogasanlage in Luxemburg zusammenarbeiten, um die CO2-Emissionen der Stahlherstellung zu reduzieren. Eine entsprechende Absichterklärung haben die Unternehmen einer gemeinsamen Mitteilung zufolge bereits unterzeichnet. Mit dem Projekt betraut sind die Vow-Tochter ETIA und ArcelorMittal Europe – Long Products.

Die Biogasanlage soll in einem Walzwerk im luxemburgischen Rodingen (lux.: Rodange) entstehen und im Jahr 2022 in Betrieb gehen. Das Biogas wird mit der patentierten Biogreen-Pyrolyse-Technologie von Vow hergestellt, bei der Biomasse bei hohen Temperaturen erhitzt wird. Die bei diesem Prozess entstehenden Gase werden dann aufgefangen und zu Biogas verarbeitet, das den Einsatz von Erdgas im Walzwerk direkt ersetzen wird. Nebenprodukte wie Biokohle werden ebenfalls während des Prozesses erzeugt und innerhalb von ArcelorMittal wiederverwendet, wodurch der Einsatz von Kohle direkt ersetzt wird.

ArcelorMittal Europe hat sich verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren und hat das Ziel, bis 2050 kohlenstoffneutral zu sein. Die Biogasanlage in Rodingen wird das erste Pilotprojekt im industriellen Maßstab für diese spezielle Anwendung sein, und es ist beabsichtigt, ähnliche Anlagen in Europa zu bauen, um so die durch den Ersatz von Erdgas eingesparten CO2-Emissionen zu erhöhen. In der Direktreduktionsanlage (DRI-Anlage) in Hamburg ist zudem der Einsatz von Wasserstoff geplant, um dessen Fähigkeit zur Reduktion von Eisenerz und zur Produktion von Eisenschwamm im industriellen Maßstab zu testen.

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