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Wärtsilä liefert 25-MW-Speicher in die Niederlande

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Der Technologiekonzern Wärtsilä wird ein Energiespeichersystem mit einer Leistung von 25 MW und einer Kapazität von 48 MWh an GIGA Storage BV in den Niederlanden liefern. Die Anlage soll der besseren Nutzung und Stabilisierung des Stromnetzes dienen. Bei dem Vorhaben handele sich dabei um das erste Energiespeicherprojekt von Wärtsilä in den Niederlanden und um das bisher größte System des Landes, berichtet der finnische Technologiekonzern. Das System werde voraussichtlich im Oktober 2022 in Betrieb gehen.

Das Wärtsilä-Energiespeichersystem mit der Bezeichnung GIGA Buffalo-Batterie wird zusammen mit Wind- und Solaranlagen im intelligenten Widnet-Netz im Testzentrum der Universität und Forschung Wageningen in Lelystad installiert. Der Energieversorger Eneco wird die Batterie nutzen, um mehr erneuerbare Energie in das Netz einspeisen zu können. Die Energiespeicherung soll auch dazu beitragen, das Stromsystem zu optimieren, die Energiefrequenz und die Zuverlässigkeit des Netzes zu regulieren und die Erlöse zu erhöhen. Als bisher größtes Energiespeicherprojekt in den Niederlanden werde es das Äquivalent des jährlichen Energieverbrauchs von mehr als 9.000 Haushalten speichern.

Erstes groß angelegte Energiespeicherprojekt auf Basis von Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP) in Europa

Die niederländische Regierung hat sich das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 49 Prozent und bis 2050 um 95 Prozent zu reduzieren. Das Wachstum der erneuerbaren Energien in den Niederlanden und auch in ganz Europa habe zur Dekarbonisierung des Energiesystems beigetragen, aber auch zu Engpässen in den Stromnetzen geführt, „so dass die Energiespeicherung eine Notwendigkeit für die Zuverlässigkeit ist“, heißt es bei Wärtsilä. Jüngsten Schätzungen zufolge werden die Niederlande bis 2050 zwischen 29 und 54 GW an Energiespeicherkapazität benötigen.

Die Buffalo-Batterie wird laut Wärtsilä das erste groß angelegte Energiespeicherprojekt in Europa sein, das auf der Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP) basiert, die verbesserte Sicherheitsmerkmale bietet und weniger anfällige natürliche Ressourcen verwende. Das Projekt umfasst das Energiespeichersystem GridSolv Quantum sowie das Energiemanagementsystem GEMS Digital Energy Platform von Wärtsilä.

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