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Welche Form der Energieversorgung eignet sich am besten für kleinere Gemeinden?

Neues Tool von Fraunhofer IOSB-AST analysiert den passenden Energiemix

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Eine neue Software analysiert, welche Form der Energieversorgung sich am besten für kleine Gemeinden eignet – ob Solarenergie, Erdwärme oder Photovoltaik. Das geht aus einer Mitteilung des Institutsteil Angewandte Systemtechnik AST des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) hervor, das das Tool im Rahmen des Projektes „Energietechnische und -wirtschaftliche Modellierung“ (Modtrail) entwickelt hat.

Damit können sich Bürgermeister kleinerer Gemeinden über die technischen Möglichkeiten im Bereich der Energiewende sowie die entsprechenden Förderungen informieren – und zwar individuell auf die Gemeinde zugeschnitten, meint Liane Rublack, Wissenschaftlerin am Fraunhofer IOBS-AST: „Wärme und Elektrizität müssen dabei nicht zu hundert Prozent regenerativ erzeugt werden, vielmehr setzt das Tool auf einen Energiemix aus konventionellen und erneuerbaren Erzeugungsanlagen.

In den 4 Thüringer Modellkommunen Kahla, Werther, Neumark und Großobringen, die jeweils weniger als zehntausend Einwohner haben, testen die Forscher das Tool bereits. Für die Entscheidungsträger in den Gemeinden sieht das folgendermaßen aus: Sie tragen zunächst den Namen ihrer Gemeinde ein und erhalten daraufhin nähere Informationen zum Strom- und Wärmebedarf in ihrem Ort. Anschließend geben sie ihre Wünsche für die künftige Strom- und Wärmeversorgung an. Auf welche Technologien möchten sie gerne setzen, welche möchten sie lieber ausklammern?

Zahlreiche Optionen zur Auswahl

Dabei stehen zahlreiche Optionen zur Auswahl, beispielsweise Solar- und Windenergie, Strom- und Wärmespeicher, Öl- und Gasbrennwertkessel, Luftwärmepumpen sowie Erdwärmepumpen. Auch Wünsche bezüglich anderer Faktoren werden vom Tool abgefragt. Steht die Minimierung vom CO2-Ausstoß im Vordergrund oder eher die Bezugskosten der Energie?

Als Ergebnis erhalten die Bürgermeister oder auch andere Entscheidungsträger die Informationen, wie ein Energie- und Anlagenmix aussehen könnte, der den angegebenen Zielvorgaben entspricht, z.B. bestehend aus Photovoltaikanlagen, Strom- und Wärmespeichern und Blockheizkraftwerken. Die Informationen umfassen auch die Kosten für Installation und Betrieb, die Energiebezugskosten, die Menge des CO2-Aussstoßes sowie Möglichkeiten der Förderung.

Tool lässt sich auch in anderen Bundesländern nutzen

Die Forscher wollen mit den Tool den Stein ins Rollen bringen und Bürgermeistern kleiner Gemeinden das Potenzial aufzeigen, das erneuerbare Energiequellen für ihren Ort bieten, so Rublack. Als Basisdaten für das Tool nutzt das Fraunhofer IOSB-AST Standardlastprofile für Haushalte sowie die Zeitreihen für erneuerbare Energiequellen, die der Deutsche Wetterdienst hinterlegt hat – in diesem Fall die der Thüringer Wetterstation bei Erfurt-Weimar. Für Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern in Thüringen seien die notwendigen Daten bereits im System hinterlegt. Das Tool lasse sich mit den entsprechenden Daten jedoch auch in anderen Bundesländern nutzen.

Dieses Optimierungsmodell soll als Bestandteil (Modul) in die Online-Software des Verbundvorhabens Trail integriert werden. Konkretes Ziel des Verbundvorhabens „Transformation im ländlichen Raum“ ist die Verfügbarkeit eines einfach bedienbaren Tools, das hilft, eine große Anzahl von kleineren Gemeinden zu motivieren, sich mit den Fragen der effizienten Energieversorgung intensiv zu beschäftigen. Dabei sollen insbesondere die Einstiegshürden überwunden werden, die in den begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen zu sehen sind.

Wie lässt sich die Energiewende in Städten und Kommunen umsetzen?

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