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„Werden von weiten Teilen der Politik überhört“: Biogasbrache reagiert mit Social-Media-Kampagne

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Mit einer Social-Media-Kampagne will der Fachverband Biogas stärker auf sich und das Potenzial von Biogas in der aktuellen Gaskrise aufmerksam machen. „Wir wollen und müssen scheinbar noch lauter auf die Potenziale von Biogas hinweisen“, sagt Manuel Maciejczyk, Geschäftsführer im Fachverband Biogas. „Denn nach wie vor werden wir von weiten Teilen der Politik überhört.“

Im Zuge des parlamentarischen Verfahrens zum Osterpaket hoffte die Branche vergebens auf Änderungen, die der Branche Perspektiven bieten. Dass auf die Potenziale der heimischen Bioenergie angesichts der aktuellen Energiekrise nicht zurückgegriffen werde, quittiert die Branche mit Unverständnis.

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Die Irritation ist auch in Teilen der Opposition im Bundestag zu spüren. So übte Andreas Jung von der CDU-Fraktion am vergangenen Donnerstag in der Bundestagsdebatte zum Osterpaket scharfe Kritik am Umgang mit der Bioenergie. Am gleichen Tag, an dem die Bundesregierung die Kohlekraft wiederbelebe, werde die Biomasse weiter gedeckelt. Es gebe zwar gute Gründe für den Einsatz der Kohlekraft in der aktuellen Situation, „aber wir sagen: die Kohlekraft ist nicht alternativlos“. 

Flankiert wird die neue Kampagne des Fachverbands Biogas von einer neuen Homepage, die unter www.biovollgas.de zu finden ist. Mit dem Versprechen „Wir lassen den Gashahn offen. Garantiert“ reagiert der Fachverband Biogas in seinem ersten Post auf die aktuelle Unterbrechung der Gaslieferung über Nordstream 1. In den nächsten Wochen und Monaten werde man gemeinsam mit Mitgliedern, Verbänden und Unterstützern gezielt auf die Potenziale von Biogas bei der Bereitstellung von Gas, Strom, Wärme und Kraftstoff hinweisen. Man hoffe, „damit endlich auf das notwendige Gehör in der Bundesregierung zu stoßen, um den Anlagenbestand zu erhalten und auszubauen“, sagt Maciejczyk.

Kontext zum Osterpaket und der Rolle der Bioenergie:

Das beschlossene Osterpaket der rot-grünen Bundesregierung im Überblick

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