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Wie Ladeinfrastruktur optimal in regionale Netze einbinden?

Neues Forschungsprojekt von Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Stadtwerken Burg

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Eine für Elektrofahrzeuge nötige Ladeinfrastruktur optimal in regionale Strom- und Nahverkehrsnetze einzubinden ist Inhalt eines neuen Forschungsprojektes an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Ein intelligentes Konzept soll künftig Ladestationen für E-Mobile in der Stadt Burg so platzieren, dass sie den unterschiedlichen Nutzungsbedürfnissen gerecht werden.

Ziel sei es, den Nahverkehr stärker mit der individuellen Elektromobilität zu vernetzen, so Juniorprofessorin Ines Hauer vom Lehrstuhl für Elektrische Netze und Erneuerbare Energie der Universität Magdeburg. „Elektromobilität ist dabei weit mehr als nur das Auswechseln einer Antriebsenergie“, unterstreicht die Projektleiterin. Der Einsatz von Elektromobilität habe Auswirkungen auf Versorgungs- und Verkehrssysteme bis hin zur Stadtplanung. Jetzt soll der Grundstein dafür gelegt werden, langfristig Ladeinfrastruktur passgenau zu verbreiten und vor allem zu verzahnen.

Entsprechend ganz unterschiedlicher Bedürfnisse wollen die Wissenschaftler die idealen Standorte für E-Tankstellen in der Stadt Burg ermitteln. „Pendler beispielsweise, die mit dem E-Auto zum Bahnhof fahren, um dann in den Zug umzusteigen und zum Arbeitsort weiterzufahren, nutzen die Ladesäule tagsüber. Anders beispielsweise der Handwerksbetrieb vor Ort, der die Autos nachts aufladen kann, während er tagsüber zu den Kunden unterwegs ist“, meint Hauer.

Ladestationen erhalten Reservierungssystem

Die neuen Ladestationen sollten künftig mit einem Reservierungssystem ausgerüstet werden, so die Juniorprofessorin weiter. „Pendler können dann, ähnlich wie beim Pizzadienst, per App auch ihre Ladesäule vorbestellen.“ Der Zugang zum Stromnetz soll dann diskriminierungsfrei geregelt werden, das heißt, auch die Abrechnung erfolgt über eine App oder ein browserbasiertes Bezahlsystem. „So haben auch Durchreisende oder Pendler die Möglichkeit, die Stromtankstellen im Stadtgebiet von Burg zu nutzen.“

Anwendungspartner vor Ort sind die Stadt Burg und die Stadtwerke Burg. Das Projekt „Infrastrukturkopplung – Platzierung und Betrieb von Ladestationen aus Verkehrs- und Energienetzsicht“ (InKoLa) wird vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt mit 375.000 Euro für die nächsten zwei Jahre gefördert.

Projekte zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland

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