Der Solarzubau in Deutschland hat sich im August deutlich beschleunigt. Das zeigen die jetzt von der Bundesnetzagentur ausgewerteten Daten aus dem Marktstammdatenregister. Demnach wurde im August ein Zubau von 1,95 GW registriert (inklusive erwartbarer Nachmeldungen). Das sind fast 84 Prozent mehr als im August 2024. Der Zubau im laufenden Jahr liegt damit nur noch rund ein Prozent unter dem Vorjahresergebnis und erreicht nach 8 Monaten des Jahres bereits knapp 11 GW.
Bei einem arithmetischen Zubau müssten bis 2030 pro Monat 1,62 GW zugebaut werden, um das aktuelle 215-GW-Ziel aus dem EEG zu erreichen. Damit liegt der August-Wert deutlich über diesem Zielwert. Über das gesamte Jahr betrachtet liegt der mittlere monatliche Zubau 2025 bei 1.357 MW, das entspricht einem Anteil von knapp 84 Prozent am erforderlichen Ausbautempo bei einem gleichmäßigen Zubau.
Bei der Windenergie an Land weist die BNetzA-Statistik für den August einen Zubau von 360,5 MW aus. Das ist mehr als das Doppelte gegenüber dem Vorjahreswert von 177,1 MW aus dem August 2024. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres summiert sich der Nettozubau der Windenergie an Land bereits auf 2,57 GW. Das liegt bereits über dem Zubau des Gesamtjahrs 2024.
Der mittlere monatliche Nettozubau im Bereich der Windenergie an Land liegt im laufenden Jahr bei 321 MW. Bei einem gleichmäßigen Ausbau wären aus heutiger Sicht 764 MW erforderlich, um das Ausbauziel von 115 GW im Jahr 2030 zu erreichen. Die Quote von tatsächlichem zu erforderlichem Zubau erreicht damit nach den Daten der Bundesnetzagentur im bisherigen Jahresverlauf 42 Prozent.