Knapp zwei Gigawatt Zubau hat das Segment der Windenergie an Land im vergangenen Jahr in Deutschland erreicht. Die gute Nachricht: Der Zubau erholt sich weiter von seinem Tiefstand aus dem Jahr 2019, als er nur etwa halb so hoch war. Die schlechte Nachricht: Das aktuelle Niveau des Zubaus ist nicht ansatzweise kompatibel mit den Klimaschutzzielen. (Quelle für Beitragsbild: sidorovstock / stock.adobe.com)

Die Bilanz der Onshore-Windenergie ist in dieser Woche das Titelthema von ContextCrew Neue Energie. Die Fragen, die der Branche schwer im Magen liegen, sind im Kern die gleichen geblieben. Neben der Flächenverfügbarkeit stehen langatmige Verfahren im Fokus: Zwischen Planungsbeginn und Inbetriebnahme der Windenergieanlagen liegen teils epische Zeiträume. Zumindest hier scheint die neue Bundesregierung aber gewillt, schnell Abhilfe zu schaffen.

Inwieweit das bei weiteren Problemstellungen glückt, bleibt abzuwarten. So hat auch die Windbranche mit dem Thema Fachkräfteangebot zu kämpfen. Last but not least ist der Transport der Anlagen zu ihren Standorten mit teils erheblichen Schwierigkeiten verbunden.

Auch in der Biogasbranche sind die positiven Nachrichten in den vergangenen Jahren eher spärlich gesät gewesen. Im Zuge der Wärme- und Verkehrswende wächst aber auch von Seiten großer Unternehmen das Interesse an den heute verfügbaren und etablierten Bioenergielösungen. IKEA hat angekündigt, seine deutschen Möbelhäuser mit Biomethan aus Reststoffen und Abfällen beheizen zu wollen und schrittweise aus Erdgas auszusteigen.