Auf 2,38 GW beläuft sich der Solarzubau in Deutschland in den ersten sieben Monaten des Jahres 2019. Damit liegt der Zubau um knapp die Hälfte über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Wie die aktuellen Daten der Bundesnetzagentur zeigen, wurden im Juli 2019 insgesamt 291,7 MW an Solarleistung neu errichtet, ein Plus von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Grund zur Euphorie bieten die Daten der Netzbehörde mit Blick auf den Fortschritt der Energiewende allerdings nicht. Jenseits der Photovoltaik sind die Zubauwerte bestenfalls schleppend. Zudem sind jede Menge Deckel im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschrieben, die den weiteren Ausbau der Erneuerbaren begrenzen. Die EEG-geförderte installierte Photovoltaik-Leistung etwa ist nach dem neuerlichen Zubau auf inzwischen 48,31 GW gestiegen, der 52-GW-Deckel, ab dem Neuanlagen keine Förderung mehr erhalten sollen, rückt damit immer näher.
Im Bereich Mieterstrom weist die Statistik der BNetzA im Juli Meldungen von 945 kW PV-Leistung aus, für die eine Förderung nach dem Mieterstromgesetz beantragt wurde. Für das gesamte Jahr 2019 sind bislang 7,45 MW an entsprechender Mieterstromleistung beantragt worden. Eine Förderung erhalten Projekte bis zu 500 MW Leistung pro Jahr, dieser Deckel ist mithin noch nicht annähernd erreicht.
400 MW Zubau an Onshore-Windenergie in den ersten sieben Monaten
Bei der Onshore-Windenergie ist im Juli ein Brutto-Zubau von 97,6 MWp registriert worden. Die Tatsache, dass es sich dabei um den höchsten Zubauwert auf Monatsebene in diesem Jahr handelt, zeigt, wie schleppend der Windkraftausbau im laufenden Jahr ist. In den ersten sieben Monaten wurden gerade einmal 400 MW an neuer Windenergieleistung an Land neu errichtet, 264 MW aus Offshore-Windkraftanlagen kommen hinzu.
Im Bereich der Bioenergie ist inzwischen ein weiterer Deckel erreicht worden: Der Förderdeckel in Höhe von 1.000 MW zur Flexibilitätsprämie für Biogasanlagen. Was das bedeutet, lesen Sie hier. Der Zubau an Bioenergieanlagen beläuft sich im bisherigen Jahresverlauf auf 30,7 MW, von denen 24,8 MW auf Projekte außerhalb der EEG-Ausschreibungen entfallen.