Die GLS Bank bringt gemeinsam mit GLS Investments, GLS Beteiligungs AG und der Crowdinvesting-Plattform GLS Crowd einen neuen europäischen Fonds auf den Weg. Der European Long-Term Investment Fund (ELTIF) der GLS Gruppe richtet sich nach Angaben des Bankhauses an alle Anlegergruppen. Er wird aktiv gemanagt und investiert direkt in große Energieinfrastrukturprojekte. Die GLS Bank stattet den Fonds mit einem Startkapital von 30 Mio. Euro aus.
Auf Basis von Analysen wählen Fondsmanager gezielt Wind- und Solarparks aus, perspektivisch auch Energiespeicherprojekte, in die der Fonds investiert. Anleger können Anteile ab einem Startbetrag von 300 Euro erwerben, jeder weitere einzelne Fondsanteil kostet 100 Euro. Der Fonds agiert wie ein institutioneller Investor, der mit dem gebündelten Geld der Anleger arbeitet. „Jeder, der mitmacht, unterstützt aktiv den Ausbau der Erneuerbaren-Infrastruktur und profitiert gleichzeitig ökonomisch von der Energiewende. Der auf lange Zeit ausgelegte europäische Fondstyp demokratisiert also den Finanzmarkt“, heißt es.
Die älteste sozial-ökologische Bank Deutschlands habe bereits 1988 ein Windrad finanziert und seitdem die Expertise in der Branche erneuerbare Energien weiter ausgebaut. Das Zukunftsbild laute dabei 100 Prozent erneuerbare Energien, heißt es weiter. 2025 wurden den Angaben zufolge 598 Mio. Euro an neuen Krediten in dieser Branche vergeben, das waren 43 Prozent des gesamten Neukreditvolumens. Damit liege die GLS Bank im Gesamtmarktvergleich unter den Top 3 Banken in Deutschland, was die Finanzierungsvolumina im Bereich erneuerbare Energien angeht. Für dieses Jahr hat sie sich das Ziel gesetzt, Projekte in Höhe von 500 Mio. Euro zu finanzieren.